1. Sport
  2. Handball
  3. Miezen

Ein einziger Punkt reicht für die große Überraschung

Ein einziger Punkt reicht für die große Überraschung

Rheinlandliga Frauen TG Konz II - HSG Wittlich II 33:32 (16:14) "Gegen den Drittletzten der Rheinlandliga sollten zwei Punkte eingefahren werden. In einer mittelmäßigen Partie scheiterte Wittlich aber an der eigenen schwachen Mannschaftsleistung.

Kaum eine Spielerin erreichte Normalform. Auch die beiden Torhüterinnen erwischten nicht ihren besten Tag", sagte Wittlichs Pressesprecher Dieter Rau. Auch für TG-Trainer Sascha Burg kam der Sieg seines Rumpfteams überraschend: "Ungleiche Vorzeichen in diesem Nachholspiel. Während die Gastgeber auf die beiden Leistungsträgerinnen Katrin Irsch (Urlaub) und Steffi Kickertz (beruflich) verzichten mussten und auch die einzige Torfrau, Laura Malburg, studienbedingt fehlte, reisten die Gäste aus Wittlich mit Verstärkung aus der RPS-Oberliga-Mannschaft in Form von Nicole Packmohr sowie Carolin Ambros an." Das wollte HSG-Pressesprecher Dieter Rau so nicht stehen lassen und erklärte, dass die TG Konz ihre Drittliga-Spielerin Marcella Demmerath einsetzte, die mit zwölf Treffern die auffälligste Spielerin war. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase setzte sich die Mannschaft von Sascha Burg, die mit Feldspielerin Carolin Reichert im Tor spielte, bis zum 7:4 ab und zwang die HSG frühzeitig zur Auszeit. Dann wurde es ein offener Schlagabtausch. In der Restspielzeit zeigte die Reserve der Konzer "Skorpione" ihr Kämpferherz und gewann denkbar knapp. Konz: Reichert - Gores (5), Lellig, E. Demmerath (3), von Keutz (6), Bollig (3), M. Demmerath (12/4), Kron (4) Wittlich: Marx, Hayer - Packmohr (4), Schüller (1), Lentz (3), Fischer (4), Ambros (1), Lorenz, Rau (4), Teusch, Womelsdorf (1), Simonis (8/2), Posnien (6/1), Bieg. TuS Daun - TuS Weibern II 20:29 (9:11) Im letzten Heimspiel der Saison unterlag das Team von Trainer Jarek Glinka dem Lokalrivalen aus Weibern: "Die Luft ist raus, die Motivation fehlte", meinte der Dauner Trainer, der ohne Manuela Hennen (Tor) und Nici Brand auskommen musste. "Ich bin sauer. Das war ein schwaches Spiel der Mannschaft, die in der Abwehr überhaupt keine Einstellung fand und im Angriff vor allem nach dem Wechsel nicht den Abschluss suchte. Da wurde der Ball ewig hin und her gespielt; keine Spielerin traute sich mehr etwas zu. Für manche Spielerin scheint die Saison zu lang, und ich glaube, dass wir es mit dieser Leistung bei den kleinen Miezen schwer haben werden", sagte Glinka. Daun: Sonnen - Minninger (3), Strunk, Blasius (2), Bauer (2), Zenner (3), Molitor (6), Schäfer (4), Stolz. TG Konz II - HSG Kastellaun/Simmern 25:33 (14:17) Auch am Sonntagmittag war die Konzer Reserve gezwungen, eine Feldspielerin ins Tor zu stellen. Diese Aufgabe übernahm Michelle Lellig. Die Mannschaft von Trainer Sascha Burg verschlief die Startphase völlig: "Keine Ahnung, ob es an der frühen Anwurfzeit lag", sagte Burg. Seine Mannschaft lag schnell zurück, fand dann besser ins Spiel und kam bis auf 13:15 heran. Nach dem Wechsel blieb die Begegnung spannend, Konz hielt mit, ehe sich die Gäste entscheidend auf 28:23 absetzten. "Wir haben dann noch einmal mit einer Abwehrumstellung alles versucht, aber es hat nichts geholfen. Die Mannschaft hat eine ordentliche Leistung gezeigt, doch heute haben wir schon eine etatmäßige Torfrau vermisst", sagte Burg. Konz: Lellig - E. Demmerath (1), Gores (1), Bollig (3), Kron (5), von Kreutz (1), Kickertz (3), M. Demmerath (11/7). HSG Wittlich II - TuS Bannberscheid 42:31 (19:11) Unerwarteter Kantersieg der HSG Wittlich: Völlig überraschend, zumal in dieser Höhe, gewann die HSG Wittlich gegen den Tabellenvierten aus Bannberscheid. Mit 42:31 siegte die HSG, die das schwache Auftreten vom Freitag gegen Konz unbedingt wiedergutmachen wollte. "Endlich haben wir gegen eine Mannschaft gewonnen, die oben in der Liga mitspielt", freuten sich die Wittlicher Trainer Heike Schaaf und Norbert Posnien. "Das Team hat eine optimale Leistung geboten und hätte sogar noch deutlicher siegen können." Wittlich spielte schnell nach vorne und machte aus dem Rückraum Druck. Dabei konnte sich Spielmacherin Anika Schüller hervortun, die auch als Torschützin in Erscheinung trat. Die Trainer: "Bis zum 6:6 verlief das Spiel noch ausgeglichen, doch dann stand unsere Abwehr besser und zwang den unter Form spielenden Gegner immer wieder zu Fehlern. Danke auch an Frederik Stettler, der das nicht angetretene Schiedsrichtergespann hervorragend vertreten hat." Wittlich: Marx, Diede und Hayer - Barthen (1), Schüller (7), Lentz (4), Fischer (1), Lorenz, Rau (3), Teusch (1), Womelsdorf (2), Simonis (11/2), Posnien (9/2), Bieg (3). R.S.