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Ein gemischtes Doppel, das aber keine Doppelveranstaltung ist

Ein gemischtes Doppel, das aber keine Doppelveranstaltung ist

Zum dritten Mal gibt es am Sonntag einen Sport-Doppelpack in der Arena: Um 14 Uhr trifft die TBB auf die Artland Dragons, um 19 Uhr spielen die Miezen gegen Oldenburg. Kombikarten werden aber nicht verkauft.

Trier. Über zu wenig Arbeit kann sich das Arena-Team um Technikchef Bernd Herbertz am Wochenende nicht beklagen. Freitagabend die Show "Shadowland", nachts Umbau für das Abba-Revival am Samstag, dann alles auf null - damit am Sonntag ein Sport-Doppelpack mit Basketball und Handball stattfinden kann. Die Belegung der Arena war der Grund dafür, warum die TBB (gegen die Artland Dragons, um 14 Uhr) und die Miezen (gegen den VfL Oldenburg, um 19 Uhr) hintereinander auf Punktejagd gehen. "Wir wollten den Miezen ein weiteres Mittwochs-Heimspiel ersparen", sagt Arena-Geschäftsführer Wolfgang Esser.
Beide Vereine sehen ihre Heimspiele aber für sich, es gibt keine Karten-Angebote im Doppelpack. "Das gab es schon mal, und das hat sich nicht gelohnt", sagte Miezen-Vorstand Jürgen Brech, "und bei den Basketballern ist die Hütte sowieso voll". Dennoch hofft Brech, der sich ausdrücklich bei der Arena für den Termin am Sonntagabend bedankt, darauf, dass "möglichst viele Basketballfans bleiben, um uns anzufeuern" und geht von rund 1500 Besuchern (darunter Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen) aus.
Bei der TBB kann man noch nicht einschätzen, ob am Sonntag die 4000er-Marke geknackt wird. "Wir haben keine Erfahrungswerte mit einer so frühen Uhrzeit", sagt Bernd Haasenritter von der TBB-Geschäftsstelle. Dass die Korbjäger beim dritten Doppel aus Basket- und Handball seit der Arena-Eröffnung im Jahr 2003 als Erstes starten, ist dem Aufbau geschuldet. In den Liga-Regularien ist festgelegt, dass die Gastmannschaft am Tag des Spiels noch eine Trainingseinheit in der Halle absolvieren kann. Somit hätte morgens der Holzparkettboden für das Training ausgelegt sein müssen, der dann für Handball wieder abgebaut und später nochmals hätte verlegt werden müssen.
Olympia auf der Großleinwand


"Wir kalkulieren mit einer Umbauzeit von rund 90 Minuten, haben aber noch etwas Puffer", sagt Esser. Wenn gegen 16 Uhr das TBB-Spiel beendet ist, werden Boden, LED-Werbebanden und Ähnliches demontiert, allerspätestens um 18 Uhr muss die Arena handballtauglich sein, damit beide Mannschaften eine Stunde Aufwärmzeit haben.
Somit liegen rund drei Stunden zwischen dem Ende der Basketballpartie und dem Anwurf des Miezenspiels. "Alle Zuschauer, die bleiben wollen, können sich entweder den Umbau anschauen oder die Olympia-Übertragung aus Sotschi auf den Großleinwänden verfolgen", sagt Esser. Wichtig: Man muss für beide Partien separate Tickets kaufen, gegen 17.45 Uhr müssen alle "Gebliebenen" ihre MJC-Karte am Eingang scannen lassen.