1. Sport
  2. Handball
  3. Miezen

Ein grünes Band für tollen Nachwuchs

Ein grünes Band für tollen Nachwuchs

Der Jugend eine Chance - dieses Motto der "Miezen" wurde nun belohnt: Die DJK/MJC Trier wurde mit dem "grünen Band für vorbildliche Talentförderung" ausgezeichnet - als erster Trierer Verein überhaupt.

Trier. (BP) Sie geben sich quasi die Klinke in die Hand: Am Dienstag kehrten die beiden 17-jährigen Jung-"Miezen" Lara Leuckefeld und Kathrin Premm als Neunte von der Jugend-EM in Serbien mit der Nationalmannschaft nach Hause, am Sonntag in einer Woche beginnt für MJC-Spielerin Caroline Thomas die heiße Phase der Vorbereitung auf die Junioren-EM im August in Ungarn mit drei Länderspielen gegen Frankreich. Svenja Huber und speziell die letztjährige Junioren-Weltmeisterin Nadja Nadgornaja (20) haben gute Chancen, künftig in der Frauen-Nationalmannschaft aufzulaufen. Torfrau Anna Monz ist ebenfalls Junioren-Weltmeisterin, Kathrin Schneider (18) sowie drei junge Neuzugänge der zweiten Mannschaft standen auch schon in DHB-Auswahlen.

Diese intensive Nachwuchsarbeit mit Talentförderung auf höchstem Niveau wurde nun honoriert. Als einziger rheinland-pfälzischer Verein und einziger Handballclub in ganz Deutschland wurde die DJK/MJC Trier mit dem "grünen Band für vorbildliche Talentförderung" vom deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ausgezeichnet. Mehrere Hundert Vereine hatten sich beworben, 50 Sieger wurden von einer Jury ausgewählt. Neben dem ideellen Wert der Auszeichnung erhält jeder Preisträger 5000 Euro Prämie. "Darauf können wir riesig stolz sein. Das grüne Band beweist national den Stellenwert unseres Vereins in der Nachwuchsarbeit", meinte MJC-Vorstand Martin Rommel - und lobte vor allem die Trainer, die die Nachwuchs-"Miezen" auf diesen Stand gebracht haben.

Allen voran Elena Vereschako, die Dreh- und Angelpunkt des vor vier Jahren ins Leben gerufenen Nachwuchskonzepts ist. Sie trainierte Jugendmannschaften, jetzt die Regionalliga-Truppe, ist für den DHB-Stützpunkt als Landesauswahltrainerin tätig. Zum MJC-Konzept zählt auch die Zusammenarbeit mit dem Landessportbund sowie das Sportinternat. "Alle Internatsspielerinnen haben schon das Nationaltrikot getragen", sagt Vereschako. Bei der Bewertung durch den DOSB wurde die Zahl der Talente ebenso berücksichtigt wie die Qualifikationen der Trainer.

"Diese Ehrung zeigt die Bedeutung unserer Arbeit, die teilweise nicht richtig wahrgenommen wird. Jetzt stellen sich die Ergebnisse und Erfolge ein", meint Vereschako. Zuletzt bei der Jugend-EM gab es nicht nur ein Sonderlob für Lara Leuckefeld von Bundestrainerin Ute Lemmel, sondern auch für das Trierer Konzept. Denn bei der MJC spielen die Jugendlichen kommende Saison bereits im Erwachsenenbereich in der Regionalliga. "Nur dort können sie sich entwickeln, in der Jugend gibt es keine Konkurrenz", sind sich Vereschako und Lemmel einig.