Ein Jubel-Orkan nach dem Abpfiff

Liga 1, wird bleiben dabei: Die "Miezen" gehen in ihre zehnte Bundesliga-Saison in Folge. Der Klassenerhalt steht seit dem gestrigen 30:29-Sieg in Göppingen und der Niederlage von Erfurt in Leverkusen fest.

 Simona Roubinkova machte den Sieg perfekt. TV-Foto: Archiv/funkbild

Simona Roubinkova machte den Sieg perfekt. TV-Foto: Archiv/funkbild

Göppingen. (BP) "Ich muss jetzt erst einmal meinen Adrenalinspiegel senken." "Miezen"-Vorstand Martin Rommel war nach dem 30:29 (16:14) bei Frisch Auf Göppingen völlig fertig. Exakt um 17:31 Uhr wurde das denkwürdige Spiel abgepfiffen. Rommel stürmte sofort auf Trainerin Ildiko Barna zu, während die Spielerinnen ihren Emotionen in einem Jubel-Orkan auf dem Feld freien Lauf ließen. Die rund 50 Trierer Fans feierten mit, der Klassenerhalt war geschafft.

Nach vielen Spielen, die die MJC in dieser Saison mit Pech verloren oder unentschieden gespielt hatte, war ihr dieses Mal das Glück hold: Zehn Sekunden vor Schluss verlieren die Triererinnen den Ball, Göppingens Torfrau Alexandra Meisl (als Gräfer noch bei den "Miezen") verschätzt sich mit der Uhrzeit, wirft den Ball unkontrolliert nach vorne. Das Spielgerät landet an der Decke, die Sekunden verrinnen. Trier hat gewonnen und nun 18 Punkte auf dem Konto. Das dies den Klassenerhalt bedeutet, lag am 33:31-Erfolg von Leverkusen über Erfurt. Die Thüringer (13 Punkte), die die MJC nicht mehr einholen können, hatten kurz vor Schluss, als es in Göppingen 28:28 stand, ebenfalls nur mit einem Tor hinten gelegen — es hätte also auch alles anders kommen können für die MJC.

Trier lag fast während der gesamten Partie in Führung, zeigte eine kämpferische Glanzleistung — vor allem, als Silvia Hofman (bis dahin vier Treffer) und auch die sechsfache Torschützin Svetlana Mozgowaia nach 42 Minuten verletzt ausfielen. Zudem musste Trier auf Nadgornaja, Pütz und Solic verzichten. "Wir hatten in diesem Spiel auf Messers Schneide keine Alternativen mehr", sagte Rommel.

Aber das Häuflein der letzten Aufrechten gab alles. Torfrau Anna Monz, die nach 40 Minuten eingewechselt wurde, wehrte einige wichtige Bälle ab — und am Ende war es der Doppelschlag von Simona Roubinkova, der das vorentscheidende 30:28 brachte. Im Freudentaumel machte es den "Miezen" nichts mehr aus, dass ihnen ihre frühere Mitspielerin Martina Fritz elf Tore "eingeschenkt" hatte.

Im Bus wurde der Klassenerhalt erst einmal richtig gefeiert — und das Management hat nun Planungssicherheit. "Ich bin superstolz auf die Leistung dieser Mannschaft", war Barna völlig ergriffen vom Spiel. Die Sommerzeit hat auch bei den "Miezen" Einzug gehalten.

DJK/MJC Trier: März, Monz - Egger (2), Nadgornaja (n.e), Thomas (0), Roubinkova (5), Hofman (4), Mozgowaia (6), Pal (7/3), Vallet (1), Arnosova (2), Eickhoff (0), Huber (3)

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