Ein Pünktchen Hoffnung

Mit großem Kampfgeist und Moral hat die DJK/MJC Trier ein verloren geglaubtes Spiel noch drehen können: Am Ende stand beim FHC Frankfurt/Oder ein im Abstiegskampf äußerst wichtiges 34:34 (18:17) zu Buche.

Frankfurt/Oder. (BP) Ildiko Barna fielen mehrere Steine vom Herzen. "Diesen Punkt haben wir uns redlich verdient." Als die neunstündige Heimreise am Sonntagmorgen um 4 Uhr beendet war, verließen alle "Miezen" zufrieden den Bus. "Dieser Punkt ist nicht nur gut fürs Selbstvertrauen, sondern auch eine Kampfansage an die Konkurrenz im Abstiegskampf", sagte Barna nach dem 34:34 (18:17) der MJC in Frankfurt/Oder. Es war ein Remis unter der Überschrift "Hurra, wir leben noch".

"Die Moral und der Kampfgeist waren überragend", meinte auch Manager Martin Rommel nach der Partie, in der auf Seiten der "Miezen" vor allem zwei Spielerinnen herausstachen: Torfrau Maike März und Silvia Hofman, mit acht Treffern beste Trierer Torschützin. "Beide haben die Mannschaft wieder nach vorne gebracht, als die Lage aussichtslos schien. Solche Führungsspielerinnen brauchen wir", lobte Barna, die auf die Phase Mitte der zweiten Hälfte anspielt, als die "Miezen" 21:27 hinten lagen. Hinzu kam eine offensivere Abwehr-Variante gegen die beiden stärksten FHC-Angreiferinnen Mietzner und Beier. "So haben wir Frankfurt aus dem Rhythmus gebracht", meinte Barna.

Die Triererinnen hatten den besseren Start und hätten sich bis zur Pause deutlicher als auf 18:17 absetzen können. "Wir haben zu viele klare Chancen leichtfertig vergeben", meinte die Trainerin: "Zur Halbzeit hätten wir auch mit vier oder fünf Toren Differenz führen können." Doch dann leistete sich ihr Team den schon fast traditionellen Durchhänger nach dem Wechsel, Frankfurt/Oder gelang ein Tempogegenstoß-Treffer nach dem nächsten. Erst nach dem 21:27 wachte die MJC auf, glich beim 30:30 erstmals wieder aus. Und dann legte immer wieder Christine Beier für den FHC vor - nicht regelgerecht, wie Barna meint: "Sie hat immer fünf Schritte gemacht, und die Schiedsrichter haben es nicht abgepfiffen." So war es auch Beier mit ihrem neunten Tor, die Frankfurt eine Minute vor dem Ende mit 34:33 in Führung brachte. Fünf Sekunden vor dem Abpfiff gelang Steffie Egger der viel umjubelte Ausgleich. "Jetzt können wir ganz anders im entscheidenden Spiel gegen Thüringen auflaufen", hofft Barna.

Vor dieser Partie befasst sich an diesem Donnerstag (19 Uhr, Wolfsberghalle) ein TV-Stammtisch mit der Situation der "Miezen" im Abstiegskampf.

DJK/MJC Trier: März, Monz - Hofman (8/2), Pal (6/1), Huber (5), Roubinkova (4), Vallet (4), Egger (3), Pütz (2), Mozgowaia (1), Eickhoff (1), Thomas.