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Ein verdrehtes Knie und seine Folgen

Ein verdrehtes Knie und seine Folgen

Mit dem Auswärtsspiel in Blomberg endet am Samstag für die Miezen die zweite englische Woche in Folge. Nach ihrer Knieverletzung in Leverkusen steht der Einsatz von Franziska Garcia-Almendaris in den Sternen.

Trier. Die Niederlage tat weh, aber noch schmerzlicher war die Verletzung des Neuzugangs. Die Trie rer Handball-Miezen warten nach dem 28:35 (14:14) vom Mittwochabend gebannt auf die finale Diagnose der Knieverletzung von Franziska Garcia-Almendaris.
Nach zehn Minuten hatte sich die 29-Jährige das Knie verdreht - ausgerechnet jenes, an dem sie bereits einmal einen Kreuzbandriss erlitten hatte. Am Donnerstag folgte eine erste Untersuchung, am heutigen Freitag soll ein MRT Gewissheit über die Schwere der Verletzung geben. "Momentan gehe ich eher nicht davon aus, dass ich am Samstag spiele", sagte Garcia-Almendaris gestern dem TV. In der ersten Untersuchung wurden Verletzungen am Meniskus und am Außenband diagnostiziert. "Wir werden kein Risiko eingehen, die Saison ist noch lang", sagt auch Co-Trainerin Jana Arnosova.
Sollte der Neuzugang ausfallen, wäre dies für das Miezen-Spiel am Samstag (16.30 Uhr) bei der HSG Blomberg-Lippe eine erhebliche Schwächung. "Mit Franzi hätten wir schon in Leverkusen gewinnen können", sagte Miezen-Rückraumspielerin Katrin Schneider, "so war eben nichts drin". Auch Schneider ist angeschlagen, genau wie Maria Kroyer und Andrea Czanik. "Wir hoffen darauf, dass unsere medizinische Abteilung Wunder wirken kann", sagt Arnosova.
Zehn schwache Minuten, in denen Bayer sich von 18:17 auf 26:18 absetzte, kosteten die Miezen ein besseres Resultat. Gegner Blomberg verlor am Mittwoch deutlich mit 15:27 beim Tabellenzweiten HC Leipzig. Das Hinspiel hatten die Miezen zu Hause äußerst unglücklich mit 28:30 verloren. "Blomberg liegt uns irgendwie nicht, auch wenn sie durchaus schlagbar sind. Nach unserer Leistung in Leverkusen hoffe ich dennoch auf Punkte in Blomberg", sagt Arnosova. Mit zwölf Zählern liegt die HSG (mit Ex-Miezen-Torfrau Anna Monz) näher an den sechs Rängen, die sich für die Meister-Play-offs qualifizieren, als in Nähe der Abstiegsränge, in die am 15. Spieltag am Mittwoch zu Ungunsten der Miezen wieder Bewegung geraten ist.
Schlusslicht HSG Bensheim/Auerbach hatte auf den Abwärtstrend reagiert und Trainer Thorsten Schmid entlassen. Dessen Nachfolgerin Gordana Covic feierte mit dem 30:26 gegen Bietigheim einen Einstand nach Maß - und bläst nun zur Miezen-Jagd. Trier liegt jetzt nur noch zwei Punkte vor der HSG. BP