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Eine harte Nuss

Nadja Nadgornaja muss gegen Nürnberg Druck auf die Abwehr ausüben. TV-Foto: Archiv/funkbild
Nadja Nadgornaja muss gegen Nürnberg Druck auf die Abwehr ausüben. TV-Foto: Archiv/funkbild
Nach dem Pflichtsieg gegen Dortmund wartet eine ungleich schwierigere Aufgabe auf den Frauen-Handball-Bundesligisten DJK/MJC Trier (Samstag, 19.30 Uhr, Arena Trier).

Trier. (wir) Trotz aller finanziellen Probleme, die sich im Frauenhandball in Nürnberg wieder einmal begeben haben (der TV berichtete), und der hohen sportlichen Belastung durch Liga, Pokal und Europapokal wird der amtierende Meister eine harte Nuss für die "Miezen" darstellen. Vier Spiele in Folge haben die Gäste gewonnen, davon drei in der Liga, und sich so wieder eindrucksvoll im Titelkampf zurückgemeldet. Die Schlüssel zum angestrebten Sieg ("Wir müssen zu Hause wieder eine Macht werden") sieht MJC-Trainerin Ildiko Barna auf mehreren Ebenen. Was die eigenen Fähigkeiten angeht, "müssen wir mehr Gefahr aus dem Rückraum ausstrahlen, als das im Hinspiel der Fall war". Das bedeutet, dass nicht nur Oxana Pal, sondern auch Svetlana Mozgowaia, Silvia Hofmann und Nadja Nadgornaja Druck auf die gegnerische Abwehr ausüben und Treffer erzielen müssen. Die Verteidigung gegen den FCN beginnt bereits in der eigenen Offensive. "Jana Krause ist nicht nur eine glänzende Torhüterin, sie hat auch die besondere Qualität, schneller als jede andere Spielerin auf dieser Position, schnelle Gegenstöße einzuleiten." Sobald Krause einen Ball pariert, startet mindestens eine Nürnbergerin nach vorne durch. Die Gäste aus der Noris haben einen nicht zu unterschätzenden Vorteil gegenüber der MJC. "Das ist zwar auch ein junges Team, aber durch die internationalen Wettbewerbe haben sie mehr Erfahrung als unsere jungen Spielerinnen." Es ist eine Mannschaft mit einer guten Einstellung. Wer wie die Nürnbergerinnen so viele Nackenschläge wegsteckt, der muss aus besonderem Holz geschnitzt sein. "Wir haben im Hinspiel gut gespielt", so Barna, "aber vielleicht zu wenig an den Sieg geglaubt." Wie in so manch anderem Spiel wurde ein Fünf-Tore-Vorsprung verspielt. Dass es wenigstens noch zu einem Punkt reichte (27:27), war dennoch nur ein schwacher Trost angesichts des Spielverlaufs. Barna rechnet mit einem ganz anderen Spiel als gegen Dortmund: "Das war auf beiden Seiten nur Kampf. Nürnberg wird uns nicht nur kämpferisch, sondern auch spielerisch fordern. Ich hoffe, dass der Sieg gegen den BVB befreiend gewirkt hat und wir jetzt mehr Akzente setzen können."

DJK/MJC Trier: März, Monz - Egger, Nadgornaja, Thomas, Roubinkova, Hofmann, Mozgowaia, Pal, Pütz, Vallet, Arnosova, Eickhoff, Huber