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Eine Niederlage, die Mut macht

Eine Niederlage, die Mut macht

Aufbruchstimmung und Vorfreude auf den Saisonstart herrscht bei den Miezen nach der überzeugenden Testspiel-Vorstellung gegen Oltchim Valcea (Rumänien). Vor allem kämpferisch imponierte das neue MJC-Team.

Trier. (BP) Schon der Blick auf die Aufstellung ließ nichts Gutes ahnen. Zwölf Miezen - Toni Pütz fehlte wegen Verletzung - standen beim rumänischen Champions-League-Finalisten Oltchim Valcea gleich 20 (!) Spielerinnen gegenüber. Gäste-Trainer Peter Kovacs, der zu aktiven Zeiten mit Miezen-Coach Thomas Happe bei Tusem Essen spielte, hatte im Testspiel in Trier für jede Halbzeit eine komplette Mannschaft (fast nur Nationalspielerinnen) zur Verfügung. Da verwundert das Endergebnis von nur 29:23 (16:11) für die Rumänen. "Wir haben uns heute richtig gut verkauft", sagte Mieze Jana Arnosova, "wenn wir so in der Saison spielen, können wir den ein oder anderen Favoriten überraschen."

Die Miezen spielten bis zur 40. Minute nur mit der "ersten Sechs", der Stammformation für die kommende Saison. Happe wechselte später die Nachwuchskräfte ein - aber auch die zeigten gute Leistungen. "Das war ansehnlich, Valcea war immer in Sichtweite, wir haben richtig vernünftig gespielt", sagte der MJC-Trainer, der aber auch zugab: "Natürlich wartet auf uns noch viel Arbeit."

Neuzugang Jelena Popovic war mit sieben Treffern erfolgreichste Mieze, vergab aber noch zu viele Chancen, zudem fehlt ihr noch die Anbindung ans Team. In Tessa Cocx überzeugte ein weiterer Neuzugang, nicht nur wegen ihrer fünf Treffer, sondern auch ihrer Abwehrstärke. Kämpferisch kann man den Miezen keinen Vorwurf machen, aber schon im Test stellte sich heraus, dass es problematisch wird, wenn die Kräfte der Leistungsträgerinnen schwinden. Deswegen soll schnell eine weitere erfahrene Spielerin her. Nach TV-Informationen befindet sich derzeit eine montenegrinische Nationalspielerin im Probetraining. Ob sie der erhoffte Heilsbringer ist, dazu wollte sich Trainer Thomas Happe noch nicht äußern.

Aber eines fiel schon gegen Valcea auf - aus "Grüppchen", wie in der Vorsaison, ist wieder eine Mannschaft geworden, in der sich jede für jede einsetzt, und die deutlich abwehrstärker geworden ist. "Auf die Defensive legt Thomas sein Hauptaugenmerk. Wir spielen viel aggressiver", meint Silvia Solic, die statt auf Linksaußen vornehmlich als Spielmacherin eingesetzt wurde.