Einige Baustellen - mal größer, mal kleiner

Da war mehr drin als Rang drei: Im Test gegen internationale Konkurrenz beim Turnier in Bascharage verspielten die "Miezen" leichtfertig den Finaleinzug. Vor allem im Angriff wartet noch Arbeit bis zum Saisonstart.

 Bei den Trierer „Miezen“ hatte Trainerin Ildiko Barna (vorne) einigen Gesprächsbedarf in Bascharage. TV-Foto: Björn Pazen

Bei den Trierer „Miezen“ hatte Trainerin Ildiko Barna (vorne) einigen Gesprächsbedarf in Bascharage. TV-Foto: Björn Pazen

Bascharage. (BP) "Handball kann so einfach sein: Werfen, fangen, Tore werfen. Aber in der Vorbereitung sieht Handball richtig schwer aus." Herbert Müller, früherer Meistermacher des 1. FC Nürnberg und heute beim rumänischen Club Brasov tätig, brachte das auf den Punkt, was die "Miezen" vor ihm bei ihrem Halbfinale gegen Dijon beim Turnier im luxemburgischen Bascharage boten. Schöne Spielzüge Mangelware, eine ganz schwache Chancenverwertung und Löcher in der Defensive - dass die MJC das Endspiel nicht erreichte, sondern sich im "kleinen Finale" Platz drei gegen LG Zug aus der Schweiz (26:21) sicherte, hatte sie sich selbst zuzuschreiben. Trainerin Ildiko Barna und Vorstand Martin Rommel monierten im Duett vor allem die sträflich vergebenen klarsten Möglichkeiten, die schließlich in einer 16:19 (5:7)-Niederlage gipfelten. "Das war enttäuschend", sagte Barna nach dem Abpfiff, bevor sie ihr Team "ins Gebet" nahm.

Schon am ersten Spieltag hatten die "Miezen" sehr schwankende Leistungen geboten. Gegen Brasov wurde eine klare Führung aus der Hand gegeben (Endstand 14:16), gegen den Zweitligisten Mainzlar gab es einen glanzlosen 21:10-Erfolg, gegen Dijon überzeugten vor allem Torfrau Anna Monz und Top-Torjägerin Nadja Nadgornaja (insgesamt 28 Treffer). Im Viertelfinale gegen Vise (Belgien/23:5) bot Barna größtenteils Spielerinnen aus dem zweiten Glied auf.

Insgesamt muss die Fehlerquote bis zum Saisonstart am Sonntag (16 Uhr, Arena) gegen Blomberg deutlich verringert werden. Erfreulich war das Comeback von Kreisläuferin Steffie Egger, auch wenn sie im Angriff noch manche Chance ausließ. Caroline Thomas kam verletzungsfrei von der Junioren-EM zurück, Willemijn Karsten kann in einigen Wochen ins Mannschaftstraining zurückkehren. Ein Problem könnte die mangelnde Durchschlagskraft der Rückraumspielerinnen Lydia Jakubisova und Anne Jochin werden - Nadgornaja war in vielen Situationen auf sich allein gestellt.

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