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Ersatzgeschwächte Miezen ohne Chance in Göppingen

Ersatzgeschwächte Miezen ohne Chance in Göppingen

Die geringen Hoffnungen auf eine Auswärtssensation haben sich am Mittwochabend für die Trierer Handball-Miezen alles andere als bewahrheitet: In Göppingen unterlagen sie ersatzgeschwächt 21:31 (10:15).

Acht Feldspielerinnen, eine Spielertrainerin und zwei Torfrauen - mehr Miezen hatten sich am Mittwochabend nicht auf die Reise zu Frisch Auf Göppingen machen können. Einige Spielerinnen wie Garcia-Almendaris, Kroyer oder Flöck fehlten verletzt, andere waren erkrankt oder mussten aus beruflichen Gründen passen. Und so war die Ausgangslage schon vor der Anpfiff nicht sehr rosig, den 24:23-Hinspiel im Schwabenland zu wiederholen.
Dass es beim Tabellenneunten am Ende aber eine 21:31 (10:15)-Klatsche geben würde, hatten selbst die größten Pessimisten nicht erwartet. Sieht man von den 13 Toren der Rückraumspielerinnen Katrin Schneider (8) und Natalie Adeberg (5) ab, kam von den Miezen im Angriff zu wenig. "In der Besetzung war aber nicht mehr drin", sagte Miezen-Vorstand Jürgen Brech.

Die MJC hatte im vierten Auswärtsspiel in Folge, das mit der fünften Niederlage in Folge endete, wie schon häufiger einen absoluten Fehlstart erwischt, lag nach nur zehn Minuten schon mit 2:8 hinten. In ihrer besten Phase kämpfte sich die MJC dann allerdings dank Adeberg und Schneider wieder auf 10:13 heran, hatte sogar die Chance, die Partie noch vor der Pause zu kippen. Doch das Gegenteil trat ein: Nach einer Auszeit von Göppingens Trainer Vasile Oprea folgte ein Doppelschlag bis zum Halbzeitpfiff. Und wer nach dem 10:15-Pausenrückstand auf ein Aufbäumen der Miezen gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht: Nach nur zwei Toren in zehn Minuten lag die MJC beim 12:20 wieder mit acht Toren hinten, und selbst eine Auszeit von Spielertrainerin Cristina Cabeza half den Miezen nicht, den nötigen Rhythmus wieder zu finden.

Schneider und Adeberg, die wie Esther Mohr in der zweiten Hälfte zu allem Überfluss ebenfalls verletzt ausscheiden musste, hatten größtenteils ihr Pulver verschossen, Göppingen lag beim 25:15 erstmals zweistellig in Führung, der deutlichste Trierer Rückstand waren sogar zwölf Tore (16:28). "Wir hoffen, dass Natalie und Esther nicht länger ausfallen, das würde uns in unserer aktuellen Situation noch fehlen", sagte Brech.

Die einzige gute Nachricht für die Triererinnen: Schlusslicht Bensheim/Auerbach (zwei Punkte hinter der MJC) kam gestern beim Buxtehuder SV mit einer 16:33-Niederlage ähnlich unter die Räder und bleibt hinter den Miezen, für die es am Sonntag, 9. Februar, zu ungewöhnlicher Anwurfzeit um 19 Uhr (nach dem TBB-Spiel) gegen Oldenburg in der Arena weitergeht.

DJK/MJC Trier: Vogt, Kockler - Irsch (1), Sattler (0), Mohr (1), Schneider (8/4), Czanik (2), Vallet (0), Adeberg (5/1), Derbach (1), Cabeza (3) Beste Torschützinnen Frisch Auf Göppingen: Vojtiskova (7), Schneffknecht (5), Kiedrowski (5) Bjoern Pazen