"Es geht um die Zukunft des Vereins"

Zwei Punkte gegen die HSG Blomberg müssen heute (19.30 Uhr) her - nicht nur, damit die "Miezen" entspannt Karneval feiern können, sondern auch um ein Zeichen für die Zukunft in der ersten Liga zu setzen.

Trier. "Stell' dir vor, es ist Bundesliga, und die ,Miezen' sind nicht mehr dabei." Dieses Schreckens-Szenario will derzeit niemand bei der MJC aufbauen. Doch die Bedeutung der Partie gegen Blomberg heute (19.30 Uhr, Arena) wird in diesem Zusammenhang als "eminent" bezeichnet. "Das ist eine extrem wichtige Partie", meint MJC-Vorstand Martin Rommel, "eine Niederlage gegen einen Mitkonkurrenten würde unsere Ausgangsbasis denkbar verschlechtern." Rommel sieht die Liga weiterhin als "unberechenbare Wundertüte, in der alles passieren kann". Daher und weil wohl jeder Erstligist auch seine Lizenz erhält, zählt nun jeder Punkt für Trier. Rommels Rechnung: "Wir haben noch drei Heim- und drei Auswärtsspiele. Wenn man sich die Auswärtsgegner anschaut, ist klar, dass wir zu Hause punkten müssen, vor allem gegen Blomberg und dann gegen Thüringen. Wir haben derzeit 14 Punkte, und um die Klasse zu halten, braucht man mindestens 18 Zähler."

Aufgrund des Tabellenstands stocken auch die Planungen für die neue Saison, neun Verträge laufen aus. "Wir können erst dann mit den Gesprächen beginnen, wenn klar ist, dass wir weiter in der Bundesliga spielen. Deswegen geht es heute auch um die Zukunft des Vereins", mahnt der MJC-Vorstand drastisch an. Dabei setzt er - genau wie Trainerin Ildiko Barna - auf die Unterstützung der Fans: "Ich verstehe, dass die Zuschauer zuletzt unzufrieden mit unseren Leistungen waren. Aber gerade heute müssen sie zeigen, dass sie hinter der Mannschaft stehen, auch wenn es schlecht laufen sollte."

Die HSG Blomberg, die am vergangenen Wochenende den Einzug ins Viertelfinale des europäischen Challenge Cups schaffte, rangiert als Neunter nur einen Punkt hinter Trier und gewann das Hinspiel 28:22. "Beide Mannschaften stehen unter Druck, und ich hoffe, dass wir den Kopf freibekommen", meint Ildiko Barna. Sie geht davon aus, dass es kein schönes Spiel wird, sondern "eine Partie, die vom Kampf geprägt sein wird". Barna erwartet gerade von ihren erfahrenen Spielerinnen, dass sie ihre Führungsaufgaben wahrnehmen. Personell sieht es nicht so gut aus: Die langzeitverletzten Silvia Solic und Caroline Thomas fallen definitiv aus, der Einsatz von Kira Eickhoff, die wegen einer Grippe die ganze Woche nicht trainieren konnte, ist fraglich. Zudem laboriert Silvia Hofman an einer Fußverletzung. Mut schöpfen die "Miezen" indes aus einem 34:28-Testspielsieg gegen den französischen Erstligisten Jutz am Mittwoch.

DJK/MJC Trier: März, Monz - Eickhoff (?), Arnosova, Huber, Mozgowaia, Pütz, Hofman, Pal, Nadgornaja, Roubinkova, Vallet, Egger Weiterer Text auf Seite 20

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