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Franzi Garcia: Ich hatte nie Angst, dass wir dieses Spiel verlieren könnten

Franzi Garcia: Ich hatte nie Angst, dass wir dieses Spiel verlieren könnten

Mit dem 29:23 (16:9)-Derbysieg gegen die Vulkanladies Koblenz/Weibern haben die Trierer Miezen ein entscheidendes Zeichen im Abstiegskampf gesetzt. Spielmacherin Franzi Garcia hört nach der Saison aber auf.

Trier. Als Ministerpräsidentin muss man Kompromisse eingehen: "Ich hoffe, dass beide rheinland-pfälzischen Mannschaften die Klasse halten. Aber dank der langjährigen Verbundenheit drücke ich den Miezen die Daumen", sagte Malu Dreyer vor dem Derby. Sie durfte mit 1600 Fans und Miezen am Ende den Sieg feiern.Der Spielverlauf: Wer Halbzeit- und Endergebnis sieht, glaubt an einen lockeren Erfolg des Tabellenletzten gegen den Drittletzten, aber dem war nicht so: Nachdem die Miezen dank eines 10:3-Traumstarts und der besten Defensivleistung der Saison die erste Hälfte dominiert hatten, kamen die Vulkanladies mit Feuer aus der Kabine - und verkürzten Tor um Tor. Beim 21:22 schien die Wende möglich, doch zwei Paraden von MJC-Torfrau Jessica Kockler und zwei Zeitstrafen der Gäste sorgten dafür, dass die MJC davonzog, die Partie beim 26:22 entschied. "Ich hatte nie Angst, dass wir verlieren angesichts unseres Siegeswillen", meinte Franziska Garcia-Almendaris.Die Matchwinnerinnen der Miezen: Anfangs hielt Torfrau Verena Flöck sehr gut, Mitte der zweiten Hälfte waren es Kocklers Paraden. In der hitzigen Schlussphase waren es die Köpfe der Miezen, die die Partie entschieden: Garcia-Almendaris und Cristina Cabeza, die sich als Spielertrainerin selbst einwechselte. Der Blick nach vorne: "Wir haben das erste Finale gewonnen. Jetzt müssen wir aber auswärts in Celle nachlegen", sagt MJC-Co-Trainerin Jana Arnosova. "Wenn wir in Celle so auftreten, wie in den ersten 20 Minuten des Derbys, gewinnen wir das auch. Dennoch ist jedes Spiel weiter ein Endspiel", sagt Garcia-Almendaris. Celle hat mit 22:26 in Berlin verloren, Trier ist jetzt punktgleich mit dem Vorletzten, liegt einen Punkt hinter dem rettenden drittletzten Platz. Und der wird von den Vulkanladies besetzt, deren Trainer Caslav Dincic schon prophezeite: "Wenn wir so spielen wie in Trier, verlieren wir auch in Göppingen - und dann kann es eben sein, dass wir absteigen." Die Chance auf weitere Heimsiege der Miezen ist gleich null - denn in der Arena geht es nur noch gegen das Spitzenduo Buxtehude und Thüringer HC. Somit muss mindestens ein weiteres Auswärtsspiel (in Bad Wildungen oder Leverkusen) gewonnen werden. Der nächste Abschied: Die Partie in Leverkusen wird die letzte für Garcia-Almendaris im Miezentrikot sein, nach Katrin Schneider (nach Ketsch) und Celine Michielsen (nach Metzingen) wird die dritte Leistungsträgerin die MJC verlassen. "Mein Körper macht nicht mehr mit. Ich brauche drei Tage nach jedem Spiel, um wieder aufrecht zu gehen", sagt die Spielmacherin. Garcia wird kommende Saison aber die zweite MJC-Mannschaft trainieren. BPDJK/MJC Trier: Flöck, Kockler - Michielsen (n.e.), Sattler (n.e.), Mohr (n.e.), Schneider (5/3), Houben (1), Vallet (5), Kordel (n.e.), Derbach (6), Struijs (6), Solic (3), Garcia-Almendaris (3), Cabeza (0) Beste Torschützinnen Vulkanladies: Ingenpaß (8/6), Despodovska (6), Schiedsrichter: Briese/von der Beeck, Zuschauer: 1600