Frauen-Handball: Miezen besiegen Dortmund nach gutem Schluss-Spurt

Frauen-Handball: Miezen besiegen Dortmund nach gutem Schluss-Spurt

Hart erarbeiter Pflichtsieg: Frauen-Handball-Bundesligist DJK/MJC Trier hatte gestern Abend beim 25:20 (11:11) gegen Borussia Dortmund eine Menge Arbeit. Beste „Mieze“ war Nadja Nadgornaja mit sieben Toren.

(AF) Aufatmen bei den „Miezen“: Über 50 Minuten lang sahen die gut 500 Zuschauer in der Arena Trier eine ganz enge Partie gegen Borussia Dortmund. Dass es am Ende noch halbwegs deutlich wurde, lag ander Roten Karte gegen Dortmunds Beste, Tessa Cocx (50.).

Der Druck der Triererinnen, sich nicht gegen das Schlusslicht zu blamieren, war von Beginn an zu spüren. „Wir müssen und werden gewinnen“, hatte „Miezen“-Trainerin Ildiko Barna vorgegeben. Auf dem Feld war bei den Triererinnen aber eher die Klatsche zuletzt in Buxtehude im Kopf - vielleicht auch die Bilanz mit nur einem Sieg aus den letzten acht Spielen - als der unbedingte Glaube an den Sieg. So gab es in der ersten Halbzeit eine Partie auf Augenhöhe, sogar mit leichten Vorteilen für die Gäste. Dass die DJK/MJC überhaupt mit einen 11:11 in die Pause gehen konnte – nach zwischenzeitlichem 7:10-Rückstand (24.) – lag vor allem an der gut aufgelegten Nadja Nadgornaja (vier Tore in der ersten Halbzeit) und an Torfrau Maike März. Vom Kreis kamen die „Miezen“ dabei kaum einmal zum Abschluss.

Auch Leistungsträgerin Oxana Pal hatte im ersten Durchgang einige unglückliche Szenen, steigerte sich dann aber. Anders sah es bei den Dortmunderinnen aus, bei denen sich vor allem die bestens aufgelegte Tessa Cocx in den Vordergrund spielte, bevorzugt im Zusammenspiel mit Svenja Spriestersbach. Nach 40 Minuten, beim Stand von 16:16, wechselte Barna erstmalig Svetlana Mozgowaia ein.

Die Partie blieb umkämpft. Unentschieden, ein Tor Vorsprung - so sah es über weite Strecken der zweiten Halbzeit aus. Die „Miezen“ gingen dabei in der Defensive aggressiver zu Werke. Zehn Minuten vor Schluss musste dann Tessa Cocx mit der roten Karte vom Feld (dritte Zwei-Minuten-Strafe, 50.). Mozgowaia nutzte die Überzahl gleich zum 20:19. Pal und Nadgornaja legten nach – zum 22:19 (53.). Dortmund brauchte sieben Minuten nach Cocx’ Abgang, um wieder ein Tor zu erzielen (24:20, 58.).

DJK/MJC Trier: März - Nadgornaja (7/1), Pal (7/3), Eickhoff (3), Egger (2), Roubinkova (2), Mozgowaia (2), Pütz (1), Huber (1)
Borussia Dortmund: Cocx (6), Spriestersbach (5), Fiedel (5), Karsten (2), Lütz (1), Busch (1)
Zuschauer: 500

Mehr von Volksfreund