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Frauen-Handball: Trierer Miezen zu Gast in Bietigheim

Frauen-Handball: Trierer Miezen zu Gast in Bietigheim

Wieder treffen die Trierer Miezen auf eine Mannschaft, die gerade ihren Trainer entlassen hat. Und wieder hofft die MJC auf einen Auswärtserfolg. Am Samstag gastieren die Moselaner beim Aufsteiger SG Bietigheim.

Trier. Das Trainerkarussell dreht sich in der Frauen-Handball-Bundesliga mit nie da gewesener Geschwindigkeit - und ohne eigenes Zutun sind die Trierer Miezen mittendrin. Zuerst wurde bei den Vulkanladies Koblenz/Weibern vor der Partie gegen die MJC Ex-Miezen-Trainerin Ildiko Barna durch Christoph Bartel ersetzt, dann zog Schlusslicht Bensheim nach und feuerte nach der Heimniederlage gegen Trier Thorsten Schmidt. Und in dieser Woche wurden gleich zwei weitere Trainer gefeuert: Wegen interner Differenzen wurde beim HC Leipzig Thomas Örneborg vor die Tür gesetzt und durch Torwarttrainer Wieland Schmidt ersetzt. Zudem erwischte es auch Triers früheren Meistermacher Dago Leukefeld (der TV berichtete).
Er musste nach 2:12 Punkten in Folge und just vor dem Heimspiel seiner SG Bietigheim an diesem Samstag (20 Uhr) gegen die Miezen gehen. Ein Nachfolger ist beim Aufsteiger mit dem Dänen Bo Milten Andersen schon gefunden. "So viele Entlassungen in so kurzer Zeit habe ich noch nicht erlebt", sagt Miezen-Co-Trainerin Jana Arnosova: "Und ich glaube, es ist Zufall, dass es immer vor Spielen gegen uns passiert. Wir werden sehen, ob das ein Vorteil oder ein Nachteil für uns ist."
Nach der schwachen Leistung bei der 28:32-Auswärtsniederlage in Blomberg wurde bei den Miezen Tacheles geredet. "Da wurde es schon lauter. Ich glaube, dass die Spielerinnen verstanden haben, dass sie zwei wichtige Punkte unnötig aus der Hand gegeben haben", sagt Arnosova.
Bietigheim hatte nach einem guten Start zur Talfahrt angesetzt. Die Schwaben gehörten auch zu den Gegnern, die im Hinspiel zwei glückliche Punkte aus Trier entführten. 27:24 hieß es seinerzeit für den Aufsteiger. "Bietigheim ist wieder einer dieser Gegner, der auf Augenhöhe und schlagbar ist", hofft Arnosova auf den zweiten Auswärtserfolg des Vorletzten.
Allerdings fehlen zwei wichtige Spielerinnen: Die Dänin Maria Kroyer ist krank, und Franziska Garcia-Almendaris fällt langfristig wegen einer gerissenen Plastik im Knie, die sie nach einem früheren Kreuzbandriss implantiert bekommen hatte, aus. Garcia soll nicht operiert werden, sie befindet sich schon in Rehabehandlung.
Bei den Miezen hofft man, dass zu Garcia-Almendaris\' bisherigen vier Partien noch ein paar dazukommen: "Möglicherweise ist sie im April wieder fit", meint Arnosova. BP
DJK/MJC Trier (Kader): Flöck, Vogt, Kockler - Derbach, Pilmayer, Schneider, Mohr, Irsch, Adeberg, Pötters, Sattler, Kordel, Vallet, CzanikExtra

3000 Euro für Nico: Beim letzten Heimspiel des Jahres 2013 gegen die Vulkanladies aus Weibern hatten die Trierer Miezen zugunsten der Typisierungsaktion für den schwer an Leukämie erkrankten Nico (13) Geld gesammelt. Zusammen mit einem Teil der Ticketeinnahmen kamen 1800 Euro zusammen. Der Miezensponsor Lotto Rheinland-Pfalz stockte diesen Betrag durch die eigene Stiftung großzügig auf 3000 Euro auf. Diese Summe ist nun an die Organisatoren der Typisierungsaktion übergeben worden. Das Geld wird zweckgebunden der Stefan-Morsch-Stiftung zur Verfügung gestellt, welche die Typisierung in Trier bereits auf die Beine stellen konnte (der TV berichtete). In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob unter den 900 potenziellen Spendern ein passender Treffer gefunden wird. Weitere Informationen: www.stefan-morsch-stiftung.com red