"Frischlinge" nehmen die Fährte auf

Ein junges Trierer Trio will bei den Handball-"Miezen" für Furore sorgen. Katrin Schneider, Eva Lennartz und Judith Derbach wagten den Sprung aus der Regionalliga in die Bundesliga.

 Talente und Identifikationsfiguren: die jungen „Miezen“ Eva Lennartz, Katrin Schneider und Judith Derbach. TV-Foto: Björn Pazen

Talente und Identifikationsfiguren: die jungen „Miezen“ Eva Lennartz, Katrin Schneider und Judith Derbach. TV-Foto: Björn Pazen

Trier. (BP) Jung, engagiert, mit hohen Zielen: Die konsequente Umsetzung des Nachwuchs-Konzepts bei den Trierer "Miezen" bescherte Katrin Schneider (19), Eva Lennartz (21) und Judith Derbach (22) den Sprung in den Bundesliga-Kader. Die ersten Eindrücke sind viel versprechend, wenn auch alle drei als erstes Ziel "möglichst viel lernen und weiterentwickeln" angeben.

Das Trio spielte in der Vorsaison noch in der Regionalliga-Mannschaft. "Der Sprung ist schon sehr groß, vor allem, was die Trainingsintensität betrifft", meint Judith Derbach, ein echtes Trierer Eigengewächs. Die Rechtsaußen-Spielerin startete mit sieben Jahren bei der DJK St. Matthias und spielt seit der A-Jugend bei der MJC. Derbach studiert Sport und Mathematik auf Lehramt in Saarbrücken. "Das ist schon anstrengend, mein Tag beginnt um 6.30 Uhr", sagt sie.

Einen deutlich kürzeren Weg zum Training hat Katrin Schneider, die eine Ausbildung in der Arena Trier absolviert und im Internat in der Sportakademie lebt. Die Rückraumspielerin kam 2006 mit 16 Jahren aus dem pfälzischen Friesenheim nach Trier, übersprang die B- und A-Jugend und wurde gleich in der Frauen-Regionalliga-Mannschaft eingesetzt. In der Vorsaison kam sie bereits zu einigen Kurzeinsätzen in der Bundesliga. "Jetzt ist es aber etwas anderes, wenn man richtig dabei ist. Aber der Sprung in die Bundesliga ist gut für die Entwicklung."

Die Dritte im Bunde spielt ebenfalls schon seit neun Jahren für die MJC. Linksaußen Eva Lennartz kam als C-Jugendspielerin von der TG Konz nach Trier - und ist schon eine Identifikationsfigur in der zweiten Mannschaft gewesen. Sie begann gerade ihre Ausbildung an einer Physiotherapeutenschule in Trier. "Es macht einen Riesenspaß mit der jungen Mannschaft, auch wenn es natürlich sehr anstrengend ist", beschreibt Lennartz ihre ersten Schritte im Bundesliga-Kader.

Alle drei äußern sich zurückhaltend über ihre künftige Rolle im Team sowie ihre Spielanteile. "Fortschritte im Training zu machen ist wichtiger als zu sagen, man will soundso viele Minuten spielen", sagt Derbach: "Ich will viel von der anderen Rechtsaußen Svenja Huber lernen." Gerade Derbach hatte in der Vorbereitung schon viele Spielanteile in der Abwehr. Eva Lennartz will "so viel wie möglich spielen", und Katrin Schneider hat ihre Stärken vor allem am Siebenmeterpunkt unter Beweis gestellt und erhofft sich ebenfalls "ein paar Minuten auf dem Feld".

Eine ebenso wichtige Rolle spielt das Trio aber auch bei der Identifikation mit den Fans. "Die Zuschauer kennen uns. Viele Fans, die vorher nur die zweite Mannschaft anfeuerten, werden jetzt auch zur ersten kommen", sagt Schneider. "Wir sind den Fans näher als andere Neuzugänge, weil sie uns schon kennen", ergänzt Derbach. Und die Ziele mit der Mannschaft? "Wenn alle fit bleiben, schaffen wir den Einzug in die Play-offs", ist Lennartz optimistisch. "Mindestens oberes Mittelfeld", meint Schneider.

Trainerin Ildiko Barna ist bislang sehr zufrieden mit ihren Eigengewächsen: "Sie sind sehr ehrgeizig, ziehen gut mit. Sie sind mehr als nur Ergänzungen für unseren Kader."

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