Halbes Wunschlos

Glücksfee Nadja Nadgornaja zog ihren "Miezen" bei der Auslosung zum "Stelioplast-Cup" in Wittlich den norwegischen Meister Larvik HK und den aufstrebenden Bundesliga-Konkurrenten Provital Blomberg als Vorrundengegner. Das Turnier ist am 8./9. August.

Wittlich. Manchmal gehen eben nur 50 Prozent der Wünsche in Erfüllung. Bevor sie zur Auslosung der Vorrundengruppen des "Stelioplast-Cups" schritt, wünschte sich Nadja Nadgornaja Handball Metz und Provital Blomberg als Gegner ihrer "Miezen". Der Wunsch Blomberg ging in Erfüllung, Metz spielt hingegen gegen den deutschen Meister HC Leipzig und Vizemeister Bayer Leverkusen in Gruppe A. Dennoch hoffen Nadgornaja und "Miezen"-Trainerin Ildiko Barna darauf, dass die MJC erstmals bei der zehnten Teilnahme am Ende als Gewinner aufs Podium dürfen. "Vielleicht werden wir unterschätzt", meint Barna, für die Larvik, Leipzig und Leverkusen die Favoriten sind.

Das Turnier musste im Vorjahr wegen der Olympia-Vorbereitung der Top-Nationen abgesagt werden. "Leider konnten wir die Spiele von Peking nicht verlegen", meinte Dietmar Beckhäuser, Vorstandsmitglied von Turnierveranstalter HSG Wittlich. Da die Sponsoren der HSG aber die Treue hielten und der "Stelioplast-Cup" bei den Topvereinen einen hervorragenden Ruf hat, konnte wieder eine Spitzenbesetzung - mit Olympiasiegerinnen, Weltmeisterinnen und Europameisterinnen - engagiert werden. "Wir standen in Verhandlungen mit dem spanischen Europapokalsieger Estrella, doch die haben gekniffen, weil sie das Turnier für so schwer hielten", berichtete Axel Weinand, sportlicher Leiter der HSG Wittlich.

Am 8. und 9. August werden wieder über 200 Helfer für einen reibungslosen Ablauf in der BBS-Halle sorgen, vor allem aus Leipzig gab es schon zahlreiche Kartenanfragen. "In zehn Jahren hat sich im Handball viel geändert, aber in Sachen Organisation ist das meiste gleich geblieben", meinte Weinand.

Seit dem Startschuss ist auch die Bitburger Braugruppe dabei. "Das Turnier ist top-organisiert, deswegen sind wir gerne Sponsor. Frauen-Handball ist ein Teil unseres Regionalsponsorings", sagte Bitburger-Verkaufsleiter Gerd Müller. Durch familiäre Bindungen zur HSG wurde der Binsfelder Kunststoff-Verpackungs-Produzent Stelioplast Namensgeber des Turniers. "Wir wollen nicht nur unseren Namen für diese Topveranstaltung geben, sondern auch die Jugendarbeit des Vereins fördern", sagte Prokurist Hans-Dieter Meeth. Und dies ist laut Beckhäuser gelungen: "Seit dem ersten Stelioplast-Cup ist die Anzahl unserer Jugendspieler erheblich gestiegen, das ist auch ein Erfolg des Turniers."

Was die "Miezen" betrifft, ist Wittlich der erste Gradmesser für die neue, junge Mannschaft: "Wir stehen am Anfang, deswegen wird noch nicht alles perfekt laufen", sagt Trainerin Barna, die mit der ersten Vorbereitungswoche sehr zufrieden ist: "Die Mädels ziehen voll mit." Sie freut sich auf das junge Team und hofft, dass "wir vier bis fünf Jahre mit dieser Mannschaft zusammenspielen können". Rückraumspielerin Nadja Nadgornaja freut sich in Wittlich nicht nur auf die Partie gegen ihren Ex-Club Blomberg, sondern auch darauf, dass der schweißtreibende Teil der Vorbereitung dann "endlich dem Ball weicht".

Der Kartenvorverkauf für den "Stelioplast-Cup" startet am Samstag beim Friseursalon Krebs in Wittlich sowie der Sportabteilung des Warenhauses Bungert. Samstags (8. August) finden die Vorrundenspiele statt, sonntags folgen Halbfinals, Platzierungsspiele und Endspiel.