Handball: Die bessere von zwei schwachen Mannschaften

Handball: Die bessere von zwei schwachen Mannschaften

Die Miezen gewinnen gegen Köln mit 31: 28.

3. Liga Frauen: DJK/MJC Trier II - 1. FC Köln 31:28 (17:13)</b> Ein Erlebnis mit Seltenheitswert für MJC-Trainer Markus Zeimet: Mit Eva Lennartz, Katrin Schneider, Katrin Premm, Toni Pütz und Megane Vallet standen am Sonntag erstmals in dieser Saison Bundesligaspielerinnen der Miezen zur Verfügung, und so war die Trierer Bank gut besetzt. Letztlich verdient gewannen die kleinen Miezen eine auf schwachem Niveau stehende Drittliga-Begegnung, sie waren die bessere von zwei schlechten Mannschaften.

Die Begegnung litt zudem unter den völlig überforderten Schiedsrichterinnen Reichert/Schneider.

Köln erwischte gegen eine sehr offensiv eingestellte MJC-Abwehr den besseren Start, führte 2:0 Obwohl die Gäste wenig Druck auf den Abwehrverband der kleinen Miezen ausübten, schwammen die Gastgeberinnen völlig, ließen die Abstimmung vermissen und bekamen zu keinem Zeitpunkt die körperlich starke Sabrina Schetzberg am Kreis in den Griff. Köln musste nur auf die Trierer Fehler warten, um erfolgreich zu sein. Nach dem 3:4 war es ein Doppelschlag von Katrin Schneider sowie das Tor von Katrin Grötzki, die der MJC die 6:4-Führung bescherte. Bis 11:10 verlief die Begegnung dann ausgeglichen. Trier zog über 14:10 auf 16:11 davon, zur Pause führten die kleinen Miezen mit 17:13

Als das schwache Schiedsrichtergespann nach dem Wechsel eine Zeitstrafe gegen Nathalie Adeberg verhing, kam der MJC-Motor in Unterzahl ins Stottern. Das fehlende Selbstbewusstsein war den meisten Spielerinnen anzumerken, es fehlte jegliche spielerische Konzeption, um Lösungen zu finden. Selten zu sehen war auch das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff, zu langsam kehrten einige Spielerinnen in den Deckungsverband zurück, wirkten teilweise sogar lustlos.

Köln nutzte die Verunsicherung im MJC-Spiel und kam über 21:19 und 26:24 näher heran. Beim 29:28 in der 57 Minute nahm Zeimet eine Auszeit, Grötzki sorgte mit ihrem Treffer zum 30:28 genau 30 Sekunden vor dem Abpfiff dann für die Entscheidung. Grötzki und mit Abstrichen Schneider waren die besten Triererinnen.

MJC Trier: Kockler, Bocka - Vallet (1), Hahn (1), Pütz (2), Schneider (7), Premm (3), Stein (3), Adeberg (3), Weber (2), Lennartz (2), Grötzki (7).