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Sport
Handball: Miezen gewinnen Spiel in Herrenberg mit 25:24

Herrenberg. Die Trierer Miezen haben ihr Auswärtsspiel gegen die SG H2Ku Herrenberg mit 25:24 gewonnen. Von Björn Pazen

Handballspiele dauern 60 Minuten – und vorher sollte man sich häufig auch nicht festlegen, welche Mannschaft nun eigentlich gewonnen hat. So ging es am Samstagabend beim Zweitliga-Auswärtsspiel der Trierer Miezen bei der SG H2Ku Herrenberg. Bis weit in die Schlussminute hatte es nach einem Remis ausgesehen, doch dann traf die Luxemburgerin Tina Welter drei Sekunden vor dem Ende zum 25:24 für die MJC. Und noch immer war nichts entschieden – letzter Wurf Herrenberg, Außenpfosten, Abpfiff – Miezen-Sieg!

„Das war knapp, aber auf jeden Fall verdient“, sagte MJC-Trainer Andy Palm nach der hart umkämpften Partie: „Das war eine Abwehrschlacht, kein Leckerbissen, 60 Minuten Kampf“, sagt Palm, dessen Mannschaft ihre Erfolgsserie nun auf 7:1 Punkte ausbaute. „Das sieht nun doch gut aus. Jetzt, wenn wir endlich mal einen geordneten Spielbetrieb haben, wird es auch richtig laufen“, sagt der Trainer. Seine Mannschaft geht als Neunter auf einem einstelligen Tabellenplatz ins Jahr 2018, schaut man auf die Minuspunkte, wäre Trier sogar auf dem fünften oder sechsten Platz.

Die Miezen hatten die Partie weitestgehend unter Kontrolle. „Wir hätten die Sache schon früher entscheiden können, standen uns aber häufiger selbst im Weg“, sagte Palm. Beim 5:4 übernahm Trier erstmals die Führung und hielt diesen Vorsprung bis zur Pause beim 11:10 – danach lag der Gastgeber nicht mehr vorne. Gleich nach dem Seitenwechsel erhöhte Trier den Vorsprung auf vier Tore beim 14:10, doch entschieden war noch lange nichts, selbst nicht als die Luxemburgerin Welter mit ihrem dritten von vier Treffern das 19:16 erzielt hatte (47.).In dieser Phase war bei Trier vor allem Gabriella Szabo die treffsicherste Spielerin – sieben ihrer elf Tore resultierten aus Siebenmeter.

Trotz der Roten Karte gegen Abwehrchefin Anika Leppert (nach der dritten Zeitstrafe) in der 48. Minute kämpfte sich Herrenberg heran, gleich nach dem 20:23 dank drei Trefffern in Folge wieder aus – aber die Triererinnen hielten dagegen. Erst traf Andrea Czanik zum 24:23, dann war es Welter, die das 25:24 erzielte und für einen erfolgreichen Jahreswechsel sorgte. Das nächste MJC-Heimspi8el ist am 6. Januar gegen Werder Bremen. „Unser Ziel muss es natürlich sein, gegen Bremen nachzulegen. Dann können wir oben anzugreifen“, sagt Palm.

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami – Petrovska (2), Sattler (0), Houben (2), Czanik (3), Tolic (1), Smits (0), Szabo (11/7), Zrnec (2), Welter (4) – Beste Torschützin Herrenberg: Neubrander (5)