Handball: Miezen-Kapitänin fordert mehr Leidenschaft in der Abwehr

Handball: Miezen-Kapitänin fordert mehr Leidenschaft in der Abwehr

Im letzten Spiel vor der siebenwöchigen Europameisterschafts-Pause gastieren die Bundesliga-Handballerinnen der DJK/MJC Trier am heutigen Samstag bei Bayer Leverkusen (19.30 Uhr, Smidt-Arena).

Trier. Bei der Saison-Präsentation Ende August war Miezen-Kapitänin Silvia Solic optimistisch. Die Mischung im Team zwischen Alt und Jung stimme, die Spielerinnen seien in der Lage, den von Trainer Jörn Ilper propagierten Tempohandball umzusetzen. Die von Solic gewonnenen Eindrücke der Vorbereitung hat die Mannschaft im Punktspielbetrieb bislang nur ansatzweise bestätigt. Die MJC steht tabellarisch mit lediglich zwei Pluspunkten und sieben Niederlagen in Folge mit dem Rücken zur Wand.
Aufgeben aber ist nicht die Sache von Solic. "Ich bin weiterhin davon überzeugt, dass wir attraktiven Handball spielen können. Wir haben das ja auch schon phasenweise demonstriert." Bislang tat die Mannschaft das jedoch zu selten, um Erfolge einzufahren.
"Pokal-Aus war frustrierend"


Besonders deprimierend war die jüngste Pokalniederlage beim Zweitligisten TV Nellingen (30:35). Solic: "Das war frustrierend. Die Art und Weise, wie wir verloren haben, war bitter." Ein großes Manko sind die Defensivschwächen. "Unsere Abwehr war in Nellingen leider nicht vorhanden", bemerkt Solic, die im heutigen Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen auf Besserung hofft. "Wir müssen an die Abwehrleistung, die wir in der Bundesliga zuletzt gegen Göppingen gezeigt haben, anknüpfen."
Ungeachtet dessen hängen die Trauben für Trier am Rhein hoch. Leverkusen hat sich nach einem schlechten Saisonstart mit vier Niederlagen gegen die Topteams Leipzig, Thüringer HC, Buxtehude und Oldenburg gefangen. Die Mannschaft mit den Ex-Miezen Laura Steinbach und Steffi Egger liegt mit sechs Punkten auf Platz neun.
Trainerin Heike Ahlgrimm, die gemeinsam mit Miezen-Coach Ilper die A-Lizenz gemacht hat, sieht ihre Mannschaft in der Favoritenrolle: " Mit diesem Anspruch gehen wir in dieses Spiel. Wir müssen da weitermachen, wo wir gegen Bietigheim aufgehört haben." Beim Zweitligisten aus Baden-Württemberg hatten sich die Leverkusener "Elfen" in der zweiten DHB-Pokalrunde mit 34:26 durchgesetzt.
Nach dem Spiel gegen Bayer stehen für die Miezen am Ende des Jahres noch zwei Partien auf dem Programm: am 22. Dezember in Bad Wildungen und am 30. Dezember zu Hause gegen Blomberg-Lippe. Solic: "Ich bin überzeugt, dass wir heute etwas aus Leverkusen mitbringen können. Spätestens in den zwei Spielen danach aber müssen wir punkten." bl

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