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Handball: Miezen-Konkurrent laufen die Zeit und Spieler weg

Handball: Miezen-Konkurrent laufen die Zeit und Spieler weg

Für die Miezen geht es am Samstag um die nächsten wichtigen Punkte gegen den Abstieg, beim Tabellenletzten Bad Wildungen steht derweil noch nicht fest, ob und wie es weitergeht.

Trier/Bad Wildungen. Nach dem von 1500 Fans gefeierten 28:21-Sieg gegen die HSG Blomberg-Lippe wollen die Trierer Miezen am Samstag (Anwurf: 19.30 Uhr, Arena) in der Handball-Bundesliga der Frauen nachlegen. Erneut zu Hause geht es gegen den Drittletzten TuS Metzingen, gegen den das Hinspiel zum Saisonstart gewonnen wurde. Gelingt den Miezen ein Sieg zum Rückrunden-Auftakt, überholen sie die Schwaben und verlassen erstmals seit September die Abstiegsränge.
Wie viele Mannschaften nach dieser Saison sportlich in die zweite Liga absteigen müssen, steht derweil immer noch nicht fest. Beim Tabellen-Schlusslicht HSG Bad Wildungen hüllt man sich in Schweigen, ob es dort weitergeht. Laut der Zeitung HNA hat der Verein, der im Oktober einen Insolvenzantrag gestellt hat, bis 21. Januar Zeit, sich zu erklären. Wird das Insolvenzverfahren eröffnet, stehen die Hessen als erster Absteiger fest, dann würde sportlich nur eine weitere Mannschaft in die zweite Liga absteigen. Zudem würden allen Mannschaften, die bislang gegen die HSG erfolgreich waren, diese Punkte wieder abgezogen - darunter auch die direkten Miezen-Konkurrenten Weibern und Metzingen.
Nachdem schon im November zwei Spielerinnen Bad Wildungen verlassen haben, ist nun auch die beste Torschützin weg: Cristina Mihai ist am Neujahrstag mit sofortiger Wirkung zum Zweitligisten SG Kirchhof gewechselt, nach einem Bericht der Waldeckischen Landeszeitung werden zwei weitere Leistungsträgerinnen in den nächsten Tagen folgen; die übrigen Spielerinnen haben sich wohl zu einem dreimonatigen Gehaltsverzicht bereiterklärt.
Dies würde die finanzielle Situation des Vereins zwar verbessern, doch sportlich wäre man nach diese Abgängen wohl nicht mehr konkurrenzfähig. Bisher steht nur ein Sieg auf dem HSG-Konto - das 29:22 gegen die Trierer Miezen kurz vor Weihnachten. BP