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Handball: Miezen mit 21:37-Niederlage gegen Leipzig

Handball: Miezen mit 21:37-Niederlage gegen Leipzig

Die erhoffte Trotzreaktion blieb aus, im Gegenteil: Nach dem schwächsten Heimspiel der Saison und der 21:37 (9:15)-Niederlage gegen Tabellenführer HC Leipzig ist die Hoffnung auf den Klassenerhalt der Miezen weiter gesunken.

(BP) Nach 43 Minuten platzte Trainer Thomas Happe die Hutschnur. Minutenlang hatte er schweigend auf der Bank gesessen und mit ansehen müssen, wie seine Miezen ins Debakel liefen. Unmotiviert, überfordert, blutleer ohne Gegenwehr hatten sie einen Leipziger Treffer nach dem anderen kassiert, lagen mit 12:27 hinten. Die ersten Fans verließen bereits die Arena. Dann nahm Happe eine Auszeit, übergab sie dann wieder ihrem Schicksal. Dabei wollten die Triererinnen Werbung machen für das Abstiegs-Endspiel am Samstag gegen Celle, wollten beweisen, dass sie alles tun würden, um die Klasse zu halten, hatten eine Trotzreaktion angekündigt. Nichts davon war zu sehen. Die Miezen waren ab der zehnten Minute nur noch ein Spielball des Tabellenführers, der seinen 15. Sieg im 17. Spiel feierte. Wenn es der Spielstand – wie nur am Anfang – erforderte, legten die Sachsen los wie die Feuerwehr. Nach dem 5:3 wurde die MJC innerhalb von zehn Minuten förmlich überrannt, die 9:1-Serie zum 12:6 war schon die Vorentscheidung, denn ein echtes Aufbäumen gab es auch nach dem Pausenstand von 9:15 nicht mehr. Leipzig spielte locker, führte beim 20:10 erstmals mit zehn Toren (36.).

Und mit dieser klaren Niederlage haben die Miezen nicht nur keinen Überlebenswillen unter Beweis gestellt, sondern sich ein weiteres Eigentor geworfen: Vor der Partie war ihre Tordifferenz im Vergleich zum punktgleichen Vorletzten Sindelfingen noch um 22 Treffer besser, jetzt sind es nur noch sechs Tore. Torfrau Anna Monz konnten einem leidtun, so wurde sie von der Abwehr im Stich gelassen. Die zweite Torfrau Dani Vogt hatte sich im Abschlusstraining zu allem Überfluss eine Bänderverletzung zugezogen. Nur Lydia Jakubisova setzte mit ihren sieben Toren im Angriff einige Akzente, ansonsten war die Leistung erschreckend.

Statistik

DJK/MJC Trier:

Monz, Kockler – Nadgornaja (0), Thomas (0), Schneider (4), Karsten (0), Vallet (3), Derbach (0), Huber (2), Solic (3), Jakubisova (7), Jochin (2/1)