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Sport in der Region
Handball: Torfrau sichert Trierer Miezen das Remis

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Miezen_Logo_neu FOTO: Lambrecht, Jana / TV
Trier. Die kleine Erfolgsserie der Trierer Miezen ist gerissen. Nach zwei aufeinander folgenden Siegen reichte es am Samstagabend im Ligaspiel gegen die Mannschaft des TVB Wuppertal nach einer spannenden Schlussphase leidglich zu einem 31:13 (17:18)-Unentschieden. Von Jürgen Braun

Bedanken konnten sich die

Trierer Zweitliga-Handballerinnen für den Punktgewinn vor allem bei ihrer japanischen Torfrau Yuko Minami, die mit Ausnahme von zwei Siebenmetern dieses Mal den Vorzug vor Melania Eckelt erhalten und einen echten Sahnetag erwischt hatte.

Nach einer Woche trainingsfrei nach dem überraschenden Sieg beim Tabellendritten Korb / Waiblingen fiel es der Multi-Kulti-Truppe des belgischen Trainers Andreas Palm sichtlich schwer, in die Partie hinein zu kommen. Dort, wo nur knapp 24 Stunden vorher nach fast 4000 Zuschauer den WM-Krimis beigewohnt hatten, verloren sich am Samstag Abend nach offiziellen Angaben noch 340 Zuschauer, die ihre Mannschaft aber lautstark unterstützten.

Der aufmunternde Applaus von den spärlich besetzten Rängen reichte allerdings nicht aus, um der eigenen Mannschaft Selbstvertrauen mit auf den Weg zu geben. Die Gäste, in diesem Jahr auswärts noch ungeschlagen, waren in der Anfangsphase in diesem Duell zweier früherer Erstligisten klar die Ton angebende Mannschaft.

Beim 10:6 in der 18. Minute betrug der Vorsprung der Bergischen zum ersten Mal vier Tore, alleine ihrer japanischen Torfrau hatten es die Gastgeberinnen zu diesem Zeitpunkt zu verdanken, dass der Vorsprung nicht noch anwuchs. Die 32jährige brillierte nicht nur zwischen den Pfosten, sondern leitete mit zentimetergenauen Pässen auch noch Erfolg versprechende Konter ein. Mit viel Kampfgeist und dank der Initiative von Spielmacherin Maja Zrnec kamen die Miezen bis zum Pausenpfiff noch auf 17:18 heran.

Im zweiten Spielabschnitt entwickelte sich eine umkämpfte Begegnung zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Die Miezen kamen konzentrierter aus den Kabinen als zu Beginn aus der Begegnung und gingen beim 20:19 zum ersten Mal in dieser Begegnung in Führung. In der Folge versäumte man es jedoch, diesen Vorsprung aus zu bauen, weil viele sogenannte freie Würfe und „Hundertprozentige“ vergeben wurden.

In der hektischen Schlussphase hielt Ersatz-Torfrau Melanie Eckelt mit einem gehaltenen Siebenmeter-Strafwurf ihre Farben in der Partie. MJC-Coach Palm handelte sich zudem wegen ständigen Lamentierens mit den Unparteiischen die Gelbe Karte ein.

In der Schlussminute vergab zunächst Tina Welter Frei von der Rechtsaußenposition. Der letzte Wurf der Wuppertalerinnen aus der eigenen Hälfte verfehlte das von der Torfrau verlassene Trierer Gehäuse nur um wenige Zentimeter. Somit blieb es beim insgesamt gerechten Remis.

DJK M7 MJC Trier: Minami, Eckelt – Sattler, Houben (4), Czanik (3), Tomic, Smits (4), Szabo (3/1), Zrnec (7), Simon-Varga (5), Welter (4), Petrovska (1)