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Handball-Miezen verlieren letztes Saisonspiel in Blomberg

Blomberg. Mit einer 31:37 (18:21)-Niederlage bei der HSG Blomberg haben sich die Handball-Miezen in den Urlaub verabschiedet. Dank acht Treffern teilte sich Katrin Schneider am Ende die Torjägerkrone mit Evgenija Minevskaya. Björn Pazen

"Die Zuschauer hatten ihren Spaß, so viele Tore sieht man selten - und das Wichtigste: Es hat sich niemand verletzt." Das war das Fazit von Mieze Franziska Garcia-Almendaris nach dem 32. und letzten Saisonspiel der verletzungsbedingt personell arg geschwächten Trierer Miezen.

31:37 hieß es am Ende bei der HSG Blomberg, die sich somit den "Meistertitel" in der Abstiegsrunde sicherte. Die Miezen beenden die Spielzeit als Vorletzter, hatten den Klassenerhalt aber bereits seit zwei Wochen in der Tasche. "Die Luft war raus, wir haben auch viel durch gewechselt, im Endeffekt war das Ergebnis egal", sagte Garcia-Almendaris, die sich morgen in den wohlverdienten mehrwöchigen Urlaub in ihre zweite Heimat Vietnam, zu ihrem Vater, verabschiedet.

Trainerin Cristina Cabeza trat bereits gestern ihren Heimaturlaub in Spanien an. Anfang Juli startet dann die Vorbereitung auf die 15. Bundesligasaison in Folge. Ob dann Rechtsaußen Marta Pilmaier mit dabei sein wird, ist eher fraglich. Nach den finalen Untersuchungen stellte sich ihre Knieverletzung aus dem Wiederholungsspiel in Koblenz am Mittwoch als noch schwerwiegender heraus als zunächst befürchtet: Kreuzbandriss, Innenbandriss, Außenbandriss - das bedeutet wohl das Karriere-Ende der Ungarinnen, die vor der Saison nach Trier gewechselt war.

In Blomberg hielt die MJC in einem wahren Torspektakel bis zur Pause mit, beim 18:21 war ein Punkt noch in Sichtweite. Weil aber in der zweiten Hälfte alle Spielerinnen ihre Einsatzzeiten erhielten, konnten sich die Gastgeberinnen schnell absetzen, spätestens beim 31:24 in Minute 48 war die bedeutungslose Partie entschieden.

Die jungen MJC-Spielerinnen wie Irsch, Pötters und Sattler setzten noch einige Akzente, und Natalie Adeberg verabschiedete sich mit sechs Treffern nach Leverkusen. Nur eine Mieze hatte noch richtig Blut geleckt: Katrin Schneider. Dank ihrer acht Tore, darunter fünf Siebenmeter, lag sie am Ende der Saison gleichauf mit der früheren MJC-Jugendspielerin Evgenija Minevskaya (TuS Metzingen, Tochter von Ex-Mieze Svetlana Minevskaya) - für beide standen am Ende 239 Treffer auf der Liste, nachdem die zuvor führende Nationalspielerin im letzten Spiel sechsmal traf. Beide teilen sich nun den inoffiziellen Titel der Bundesliga-Torschützenkönigin.

DJK/MJC Trier: Flöck, Kockler - Pötters (1), Irsch (3), Sattler (2), Garcia-Almendaris (2), Mohr (2), Schneider (8/5), Czanik (5), Adeberg (6), Kordel (1), Derbach (1).

Beste HSG-Torschützinnen: Jongenelen (9), Malestein (6)