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Handball-Pokal: Niederlage für Trierer Miezen gegen den TV Nellingen

Handball-Pokal: Niederlage für Trierer Miezen gegen den TV Nellingen

Sie träumten vom ersten DHB-Pokal-Viertelfinal-Einzug seit 2010, aber die Trierer Handball-Miezen leisteten sich an Allerheiligen zu viele Fehler, um den keineswegs übermächtigen Erstligisten TV Nellingen im Achtelfinale rauszukegeln.

In einem Spiel auf ganz schwachem Niveau von beiden Seiten jubelten am Ende die Gäste vor rund 300 Zuschauern in der Arena über einen 35:25 (15:12)-Erfolg - der allerdings zu hoch ausfiel, weil die MJC in der Schlussphase die Waffen streckte. Auf Trierer Seite überzeugten wenn überhaupt die Torfrauen Melanie Eckelt und Yuko Minami sowie Kreisläuferin Angela Petrovska.

MJC-Trainer Andy Palm war enttäuscht: "In der ersten Halbzeit haben wir viel Druck gemacht, hinten raus haben uns die Kräfte gefehlt und wir haben nach dem Seitenwechsel zu viele Bälle verworfen. Zudem hatten wir viele Probleme in Überzahl."

Schon in der Anfangsphase unterboten sich beide Mannschaften in der Anzahl ihrer Fehler - ein Klassenunterschied war nicht zu erkennen. Nur eine Spielerin zeigte in dieser Phase, warum Nellingen eine Liga höher spielt: Top-Torschützin Louisa Wolf, die von der MJC nicht zu stoppen war und die vor der Pause fünf ihrer sieben Treffer erzielt hatte.

Weil sich Trier nach dem 3:2 (der letzten Führung) noch mehr Fehlwürfe leistete als der Gegner, zogen die Schwaben Hornets auf 13:8 davon, sehr zur Freude der fünf lautstarken, aber nicht immer harmonisch agierenden Trommler. Die MJC zeigte sich nur wenig besser als beim 16:29 am Samstag in der Liga gegen Ketsch - aber es reichte, um sich bis 15 Sekunden vor der Pause wieder auf 12:14 heranzukämpfen. Dann ging die zweite Auszeit von Trainer Andy Palm nach hinten los: Statt mit dem letzten Angriff auf 13:14 verkürzen, verloren die Miezen den Ball, Nellingen bedankte sich mit dem 15:12.

Und nach der Pause war wie aus dem Nichts Szimonetta Gera, erzielte fünf der ersten sechs Nellinger Tore nach dem Wechsel zum 22:18. Auf der anderen Seite stemmten sich nur Linsey Houben und Petrovska gegen die Niederlage - zu wenig, um die Partie zu drehen. Im Mittelteil der zweiten Hälfte lief bei beiden Teams so gut wie gar nichts mehr zusammen. Nellingen konnte daher seinen Vorsprung verwalten - auch dank der Paraden der früheren MJC-Torfrau Anne Bocka, die nach der Pause insgesamt acht Würfe abwehrte. Schließlich war es wieder Gera, die mit dem 26:19 die Weichen endgültig auf Sieg stellte.

Trier hat nun über zwei Wochen Zeit, die Wunden zu lecken - und sich für den Abstiegskampf in der Liga einzustimmen. Am Sonntag, 19. November (16 Uhr) muss gegen den Drittletzten SG Kirchhof aber ein Heimsieg her, sonst wird es richtig ungemütlich.