Handball: Trierer Miezen nach Kantersieg in Bremen Tabellenvierter

Bremen · Dank des 38:29 bei Werder Bremen haben sich die Trierer Miezen in der Spitzengruppe der 2. Frauen-Handball-Bundesliga festgesetzt. Beste MJC-Werferinnen waren Dora Varga (11) und Lucie Weibelova (9).

Man muss zwölf Jahre zurückschauen, um eine ähnliche Serie der DJK/MJC Trier zu finden. In der Saison 2004/05 hatte es zuletzt 5:1-Auswärtspunkte in Folge für die Miezen gegeben, die am Ende der Spielzeit deutscher Vizemeister wurden.

Und jetzt: Nach nur drei Spielen in der Fremde und dem 38:29 (20:14) bei Werder Bremen haben die Triererinnen diese 5:1 Punkte im Sack, gehen als Vierter ins Heimspiel am Samstag (19.30 Uhr) gegen Lintfort gehen. Von Beginn war auf beiden Seiten Offensive Trumpf - wobei Bremen häufig in der zunächst starken Miezen-Defensive und speziell der 60 Minuten überragenden Torfrau Jessica Kockler hängenblieb.

Nach gerade einmal 14 Minuten nahm Werder seine Auszeit, lag gegen wie wild aufspielenden Miezen bereits 3:9 hinten, obwohl Trier ohne Zrnec, Sattler, Houben und Greinert gerade einmal acht Feldspielerinnen auf dem Spielbericht notieren konnte.

Wie vergangene Woche in Zwickau, als sie 13 Tore erzielt, war es auch in Bremen Lucie Weibelova, die vor der Pause die Akzente setzte. Beim Halbzeitstand von 20:14 hatte die Slowakin bereits sieben Treffer auf dem Konto, am Ende waren es neun. Daneben waren Joline Müller (6) und später Dora Varga (11/5) die treibenden Kräfte im bärenstarken Trierer Angriff.

Wie schon beim Anpfiff hatten die Miezen auch beim Neustart die besseren Karten, setzten sich nach nur sieben Minuten auf 25:18 ab. Und mit dem Wiederanpfiff hatte Varga ihr Zielwasser intus. Fast im Allleingang sorgte die Ungarin für die Vorentscheidung, nachdem es beim 21:25 noch einmal eng geworden war. Spätestens beim 30:23 (48.) hatten die Miezen ihre weiße Auswärtsweste gewahrt, beim 33:23 fünf Minuten später war die Differenz erstmals zweistellig.

Werder-Trainer Pascal Giron: "Trier hat eine verflucht erfahrene Truppe. Wenn die in Führung liegt, kann man sie nicht mehr aufhalten."

DJK/MJC Trier: Kockler, Eckelt - Petrovska (2), Czanik (3), Müller (6), Weibelova (9/3), Knorroz (5), Varga (11/5), Constantinescu (1), Welter (1)

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