Handball: Trierer Miezen verlieren 22:28 gegen Tabellenzweiten HC Leipzig

Handball: Trierer Miezen verlieren 22:28 gegen Tabellenzweiten HC Leipzig

Trotz einer guten Leistung gegen den Favoriten aus Leipzig müssen die Miezen weiter auf die ersten Punkte warten. Am Mittwochabend hieß es 22:28 (12:16), Trier bleibt mit 0:16 Punkten Letzter. Beste Mieze war Torfrau Djeric.

Manchmal können sogar Niederlagen Mut machen - diese Erfahrung machten die Trierer Miezen am Mittwochabend, als man dem hochfavorisierten HC Leipzig lange Zeit Paroli bot. Die MJC war im Vergleich zur Niederlage in Bad Wildungen nicht wiederzuerkennen. Im Gegensatz zu den beiden vergangenen Heimklatschen in den Vorjahren gegen Leipzig (18:32 und 21:37) bot die DJK/MJC Trier eine deutlich bessere Leistung, unterband größtenteils die gefürchteten Gegenstöße des HCL - konnte aber Punkte gegen den Tabellenzweiten erwartungsgemäß nicht eingefahren. Dennoch machte die Niederlage Mut für das entscheidende Heimspiel am 30. Dezember gegen den einzig verbliebenen Konkurrenten aus Celle.
Bis zur 20. Minute und der 9:8-Führung hatten die Miezen nicht nur mitgehalten, sondern die Partie sogar bestimmt. Aber schon zu diesem Zeitpunkt zeigte sich das alte Manko: die schwache Chancenverwertung, größtenteils von Außen und vom Kreis. HCL-Torfrau Katja Schülke wehrte schon vor der Pause acht Würfe ab, ermöglichte ihrer Mannschaft viele Gegenstöße. Mit etwas mehr Präzision wäre selbst eine Halbzeitführung der MJC möglich gewesen. Aber nach dem 8:9 und einer Auszeit von Trainer Stefan Madsen übernahmen die Gäste das Kommando. Dank einer 8:3-Serie setzten sich die Sachsen auf 16:12 ab.

Und weil die Trierer Abwehr nach dem Wechsel deutlich besser stand, Torfrau Sladjana Djeric einige wichtige Bälle hielt und Leipzig überhaupt nicht mehr zu seinem Tempospiel fand, blieb die Partie überraschend offen. Beim 16:18 (41.) waren die Miezen wieder am deutschen Rekordmeister dran, die rund 700 Fans konnten von einer Sensation träumen. Doch just dann folgten wieder einige unüberlegte Würfe - aber der Kampfgeist war dem Tabellenletzten wahrlich nicht abzusprechen. In der Endphase hatten die Gäste dann die deutlich besseren Alternativen - und hatten beim 25:19 in der 50. Minute die Partie entschieden, auch weil Torfrau Schülke weiterhin wie ein Fels in der Brandung stand. Trier bemühte sich weiter redlich, aber dem kleinen Kader (Solic und Arnosova fehlten verletzt) gingen die Kräfte aus. Ohne hundertprozentig zu überzeugen, gelang dem Titel-Mitfavoriten ein zu deutlicher Erfolg - den verdienten Applaus nach dem Abpfiff heimsten aber auch die Miezen für eine engagierte Leistung ein. BP

DJK/MJC Trier: Djeric, Kockler - Wilamowska (4), Adeberg (4), Vojcic (4/2), Zelmel (1), Premm (0), Vallet (2), Derbach (0), Radojicic (4), Lennartz (1), Rost (2)
HC Leipzig: Schülke, Plöger - Haugen (0), Visser (2/1), Lyksborg (5), Augsburg (3), A. Müller (2), Hellriegel (1), C.Müller (1), Schulze (5), Rösler (4), Lang (3), Hubinger (2), Mazzucco (0)
Schiedsrichter: Dinges/Kirsch, Zuschauer: 650