1. Sport
  2. Handball
  3. Miezen

Handball-Weltmeisterschaft der Frauen 2017: Große Pläne für den Austragungsort Trier

Handball-Weltmeisterschaft der Frauen 2017: Große Pläne für den Austragungsort Trier

Die WM kommt nächstes Jahr nach Trier - allerdings ohne die deutschen Frauen, die in Leipzig in das Turnier starten. Sie spielen allerdings noch in diesem Jahr ein Freundschaftspiel gegen Schweden - ein letzter Testlauf für die Trierer Arena.

Für Sport-Dezernent Andreas Ludwig ist nicht nur der Zuschlag als Austragungsort für die Handball-WM der Frauen bemerkenswert, er rühmt sich gerne auch mit der Bewerbung: "Kein anderer Standort hat so mit der Stadt selbst geworben wie Trier."

Die Standortvorteile lägen auf der Hand: Zum einen die Arena selbst, die vor wenigen Wochen erst von der Internationalen Handballförderation (IHF) geprüft und für WM-tauglich befunden wurde (der TV berichtete). Zum anderen aber auch der regionale Sport - insbesondere die Miezen nennt Ludwig an dieser Stelle. "Durch sie ist der Handball in Trier fest verankert", sagt der Dezernent.

Vom 1. bis zum 17. Dezember 2017 tragen die Handball-Damen ihre nächste Weltmeisterschaft in Deutschland aus, 24 Mannschaften werden antreten. Seit einem Jahr ist bekannt, dass Trier einer von sechs Austragungsorten sein wird. Die sechs Mannschaften der Vorrundengruppe A treffen zwischen dem 2. und dem 8.Dezember in der Arena aufeinander. Fünf Spieltage sind angesetzt, pro Tag finden drei Partien statt.

Die besten vier aus dieser Gruppe qualifizieren sich für das Achtelfinale, dessen Spiele in Leipzig ausgetragen werden. Fürs Viertelfinale geht es dann wieder nach Leipzig und nach Magdeburg. Das Eröffnungsspiel ist in Leipzig, zum Halbfinale und zum Endspiel reisen die Finalisten nach Hamburg.

Gut ein Jahr, bevor es losgeht, gaben die Verantwortlichen jetzt erste Details zu den Spielen in Trier bekannt gegeben. Klar ist, dass die deutsche Nationalmannschaft zumindest während der WM den Weg nach Trier nicht antreten wird. Die deutschen Damen spielen in der Vorrundengruppe D, deren Spiele finden in Leipzig statt. Gesetzt für die in Trier spielende Gruppe A ist allerdings Nachbar Frankreich - die noch ausstehende Qualifikation der Französinnen vorausgesetzt. Auch deshalb gibt es Pläne, mit Triers Partnerstadt Metz gemeinsam für die WM zu werben. Im Januar findet hier die WM der Handball-Männer statt. Nicht der einzige Grund für die Kooperation: "Metz ist außerdem eine Frauen-Handball-Hochburg", sagt Wolfgang Esser, Geschäftsführer der Arena Trier. Darüber hinaus ist vor und während der WM die Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen vor Ort geplant. So stelle die Universität etwa Dolmetscher für die internationalen Spielerinnen, Schüler der Sportleistungskurse an Trierer Gymnasien sollen die Spiele als freiwillige Helfer unterstützen.

Auch an der Innenstadt soll die WM nach dem Willen der Veranstalter nicht spurlos vorbeigehen. "Die City-Initiative und der Einzelhandelsverband haben bereits zugesagt, sich zu beteiligen", sagte Esser. So könnte der Handball zum Beispiel Themenschwerpunkt für "Trier spielt" im kommenden Jahr werden. In Zusammenarbeit mit der Sportakademie wolle man im Rahmen der WM auch verstärkt um den Handballnachwuchs werben. "Unser Ziel ist auch, den regionalen Sport zu stärken", sagte Esser.

Bis zur WM selbst ist es noch ein bisschen hin - der Testlauf für die Arena steht trotzdem noch in diesem Monat an. Am 27. November trifft die deutsche Nationalmannschaft in einem Freundschaftsspiel auf den EM-Gastgeber Schweden. Anwurf ist um 15 Uhr. Der Vorverkauf für dieses Spiel ebenso wie für die Partien der WM läuft bereits.
Karten für das Testpiel unter www.dhb.de/tickets und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.