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Handball: Zumindest in der Torjägerliste sind die Miezen Erster

Handball: Zumindest in der Torjägerliste sind die Miezen Erster

"Es hat sich niemand verletzt", lautet die Erkenntnis der Trierer Miezen nach der 26:39-Auswärtsniederlage in Oldenburg. Katrin Schneider ist derzeit die beste Bundesliga-Torschützin.

Trier. In allem Schlechten steckt auch etwas Gutes - diese alte Weisheit machen sich auch die Trierer Miezen nach der deutlichen 26:39 (9:18)-Auswärtsniederlage beim Bundesligadritten VfL Oldenburg zu eigen. "Es hat sich niemand verletzt, so dass wir uns jetzt zwei Wochen konzentriert auf unser nächstes Spiel vorbereiten können", sagte MJC-Vorstand Jürgen Brech. Zudem zeigt der Blick auf die Torjägerliste genau das Gegenteil der Tabelle an, wo die Miezen nun wieder Letzter sind: Ganz oben thront in Katrin Schneider eine Triererin, die Rückkehrerin traf in Oldenburg zwölfmal und führt das Ranking mit nun 57 Treffern (7,1 pro Spiel) an. Damit übernimmt die Rückraumspielerin klar die Rolle ihrer Vorgängerin Carolin Schmele, die nach der Normalrunde der Vorsaison Bundesliga-Toptorschützin war.Nach 15 Minuten aufgehört


Viel mehr Gutes gibt es von der zweitweitesten Auswärtsreise der Miezen aber nicht zu berichten. "Nach 15 guten Minuten haben wir das Handballspielen eingestellt", sagte Brech angesichts des 8:19 zur Pause. Bei der MJC fehlten in Silvia Solic, Daniela Vogt, Katrin Irsch und Katja Pötters berufsbedingt vier Spielerinnen, aus dem gleichen Grund war auch Co-Trainerin Jana Arnosova nicht dabei. "Diese Ausfälle lassen sich gegen eine Mannschaft wie Oldenburg nicht kompensieren", meinte Brech, und Trainerin Cristina Cabeza sagte: "Unser Spiel ist sehr kraftintensiv, und diese Kraft fehlte uns", fügte aber auch selbstkritisch an: "Aber bei unserem ersten Sieg gegen Göppingen waren wir natürlich viel besser."
Für Brech ist die deutliche Niederlage indes kein Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt, auch wenn einige Spielerinnen deutlich unter Form spielten: "Wir zehren eher von den Punkten gegen Göppingen. Jetzt können wir erst einmal durchpusten. Dass wir gegen andere Kaliber mithalten können, haben wir mehrfach bewiesen."
´Nun werden die Miezen erst einmal zu Zuschauern in der Arena, wenn am kommenden Mittwoch (23. Oktober, 19.30 Uhr) die deutsche Nationalmannschaft mit der Partie gegen Russland in die Qualifikation zur Europameisterschaft startet.Bonusspiele gegen den THC


Der nächste MJC-Auftritt ist wieder ein Mittwochs-Heimspiel - am 30. Oktober (19.30 Uhr) geht es gegen den Buxtehuder SV, der momentan auf Platz vier rangiert - und stärker einzuschätzen ist als Oldenburg. Und darauf folgen zwei "Bonusspiele" gegen Meister, Pokalsieger und Champions-League-Teilnehmer Thüringer HC, zunächst am 6. November in der Liga auswärts und dann am 13. November im Pokal-Achtelfinale in der Arena. BP

DJK/MJC Trier: Flöck, Kockler - Sattler (0), Mohr (1), Schneider (12/6), Czanik (5), Vallet (3), Adeberg (2), Pilmayer (0), Derbach (3), Kroyer (0) - Beste Torschützinnen Oldenburg: van der Heijden (7), Birke, Loerper, Geschke (alle 5)