1. Sport
  2. Handball
  3. Miezen

Hektik, Fehlwürfe und wenig Aufbäumen: Miezen weiter punktlos

Hektik, Fehlwürfe und wenig Aufbäumen: Miezen weiter punktlos

So wird das nichts mit dem Klassenerhalt für die Trierer Miezen: Das 24:27 gegen den wahrlich nicht starken Aufsteiger SSG Bietigheim war die fünfte Niederlage im fünften Spiel; die MJC bleibt punktloser Letzter.

Quo vadis, Miezen? Nach der schwächsten Saisonleistung vor heimischen Fans, bei der die Aufholjagd viel zu spät kam, muss sich die DJK/MJC Trier fragen, gegen wen man noch gewinnen will. Im Gegensatz zu den knappen Niederlagen gegen Bensheim und Leverkusen zuvor war das 24:27 (9:11) gegen Aufsteiger SSG Bietigheim am Mittwochabend ein Rückschritt.

Die erste Halbzeit hatte von beiden Seiten herzlich wenig mit Bundesliga-Handball zu tun. Hektik, Nervosität und Fehler bestimmten die Partie, beide Mannschaften überboten sich in Fehlwürfen. Einzig die Trierer Trommler, die ihre Mannschaft unermüdlich nach vorne peitschten, waren in Normalform. Nur Torfrau Jessica Kockler hatten es die Miezen zu verdanken, dass sie zur Pause nur mit zwei Toren (9:11) zurücklagen. Nach dem 2:0 sah es aus, als ob Trier die Klatsche von Leipzig weggesteckt hätte, doch danach reihte sich Fehlwurf an Fehlwurf, ergänzt durch zahllose Pfostentreffer. Nach dem 4:4 war Bietigheim zwischenzeitlich auf 11:7 davongezogen, bis zur Pause konnte die MJC, bei der alle Verletzten (Schneider, Pilmayer und Kroyer) auflaufen konnten, noch verkürzen. Allerdings hatte sich Schneider nach ihrer Gehirnerschütterung in Leipzig schon früh eine Oberschenkelverletzung zugezogen, die sie arg einschränkte.

Aber gleich nach der Pause befolgten die Miezen den Wunsch ihrer Fans, die schrien: "Wir wollen euch kämpfen sehen." Nach drei Minuten war der Ausgleich geschafft, aber immer dann, wenn man hätte in Führung gehen können, stand entweder Gästetorfrau Anna Wysokynska oder Unvermögen im Weg. Doch der MJC-Sturm-und-Drang war schnell wieder verflogen. Bietigheim traf nach dem 13:13 viermal in Folge, von einem echten Aufbäumen war nichts zu sehen. Beim 16:20 in Minute 47 nahm MJC-Co-Trainerin Jana Arnosova ihre zweite Auszeit. Aber viel mehr als Verlegenheitswürfe kam nicht mehr gegen eine nun sattelfestere Bietigheimer Abwehr.

Auch wenn die Trommler weiter trommelten, spätestens beim 19:24 (53.) war die fünfte Trierer Niederlage besiegelt.

Mit einer solchen Leistung wird es sehr schwer, die beiden kommenden Heimspiele gegen Blomberg (2. Oktober) und Göppingen (12. Oktober) zu gewinnen. BP

DJK/MJC Trier:
Flöck, Vogt, Kockler - Pötters (0), Irsch (0), Sattler (0), Mohr (3), Schneider (5), Czanik (2), Vallet (2), Adeberg (1), Pilmayer (3), Derbach (1), Solic (2), Cabeza (n.e.), Kroyer (5/2)