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Hoffen auf das Hoch im Norden

Hoffen auf das Hoch im Norden

Sie wollen Vereinsgeschichte schreiben und sich eine gute Ausgangsposition für das Erreichen des Final Four verschaffen: Die "Miezen"-A-Jugend gastiert am Samstag bei der SG Oeversee/Jarplund zum DM-Viertelfinal-Hinspiel im hohen Norden.

Trier. (BP) Erst hilft der Bruder, dann meldet sich die Schwester fit: MJC-Torfrau Katrin Groetzki kann nach ihrem Bänderriss wieder spielen, die Online-Versteigerung von Nationalspieler Patrick Groetzki brachte mehrere Hundert Euro ein, die die Fahrtkosten der MJC-A-Jugend decken. Denn morgen steht die längstmögliche Fahrt dieser Saison an. 730 Kilometer sind es bis zur SG Oeversee/Jarplund in der Nähe von Flensburg, wo am Samstag (16 Uhr) das Hinspiel zum Viertelfinale der DM stattfindet. Bereits am Freitag reisen die "kleinen Miezen" gen Norden, übernachten in Hamburg. Und Trainerin Kerstin Reckenthäler ist optimistisch: "Es wird zwar nicht einfach, aber wir hoffen schon auf Punkte. Selbst mit einer knappen Niederlage könnten wir noch leben. Zwei, drei Tore sind nichts im Handball."

Am Pfingstsonntag (15 Uhr, Wolfsberg) steht das Rückspiel in Trier an. Im Vorjahr unterlagen die kleinen "Miezen" im Viertelfinale gegen Magdeburg, dieses Jahr soll das Final Four erreicht werden. "Die Mannschaft hat viel mehr Erfahrung gesammelt, sei es im Seniorenbereich oder bei Länderspielen", sagt Reckenthäler, die zudem auf das erhebliche Selbstbewusstsein verweist: "Wir haben in der ganzen Saison noch kein Spiel verloren, nur einmal Remis gespielt und sind Südwest-meister." Personell kann sie aus dem Vollen schöpfen. "Unsere Mädels haben dieses eine große Ziel, das Final Four. Und dafür werden sie alles geben." Und dies trotz zuletzt hoher Belastung. Lara Leuckefeld weilte mit dem Nationalteam zuletzt in Norwegen, zwischen Viertelfinale und Final Four steht für sie und Katrin Premm ein weiterer Lehrgang vor der EM an. "Aber diese Belastung ist vergessen, wenn wir weiterkommen. Schließlich sind es auch die letzten Spiele für diese Mannschaft", sagt Reckenthäler.