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Houben heizt ein, die Achterbahnfahrt endet glimpflich

Chancenlos im Pokal: Carla Schurich und die HSG Wittlich. TV-Foto: Hans Krämer
Chancenlos im Pokal: Carla Schurich und die HSG Wittlich. TV-Foto: Hans Krämer FOTO: HANS KRAEMER (g_sport
Wittlich/Lintfort. Handball-DHB-Pokal: Miezen setzen sich nach Verlängerung beim TuS Lintfort durch, während die HSG Wittlich chancenlos gegen Beyeröhde ist. Björn Pazen

Wittlich/Lintfort Einmal weiter, einmal raus - so lautet die regionale Bilanz des Frauen-DHB-Pokals. Während Handball-Oberligist HSG Wittlich wie erwartet chancenlos gegen den Zweitligisten Beyeröhde war, setzten sich die Trierer Miezen glücklich nach Verlängerung beim klassentieferen TuS Lintfort durch. TuS Lintfort - DJK/MJC Trier 33:34 (14:10, 27:27) nach Verlängerung Nach einer 70-minütigen Achterbahnfahrt haben die Miezen ihrem Trainer Andy Palm dessen Premiere mit einem Sieg versüßt. Elf Tore der überragenden Linsey Houben und eine enorme Steigerung nach 20 katastrophalen Minuten waren die Gründe für den Sieg, nach dem die Miezen nun in Runde 2 auf ein Duell mit einem Erstligisten hoffen können. Danach hatte es am Niederrhein anfangs aber nicht ausgesehen: Trier lag 1:7 hinten, kämpfte sich bis zur Pause auf 10:14 heran - und war ab dann auf Augenhöhe beim Zweitliga-Absteiger.Nach vier Treffern in Folge gelang beim 18:18 der erste Ausgleich, aber trotz einer tollen Moral schaffte es die MJC einfach nicht, die Partie zu drehen. Erst 32 Sekunden vor dem Abpfiff gelang der überragenden Niederländerin Houben die erste Trierer Führung beim 27:26 - die Lintfort aber quasi mit dem Schlusspfiff noch egalisierte. Verlängerung! Dort lag die MJC zweimal mit je einem Treffer Differenz vorne, ehe die Gastgeberinnen scheinbar die Partie entschieden hatten. Nach 66 Minuten hieß es 33:30 für Lintfort - und die Miezen waren in doppelter Unterzahl. Aber diese Zeitstrafen stachelten die Miezen an - Welter, Neuzugang Szabo und Houben glichen mit einem Dreifachschlag aus, und erneut Houben sorgte mit ihrem elften Treffer 18 Sekunden vor Schluss für den 34:33-Sieg und wahre Freudentänze. "Kämpferisch war das herausragend, aber am Feinschliff müssen wir noch intensiv arbeiten", sagte MJC-Vorstand Jürgen Brech.DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami - Petrovska (0), Sattler (1), Houben (11), Czanik (2), Tolic (5), Smitsa (0), Zrnec (0), Szabo (6/2), Simon-Varga (7), Welter (2)HSG Wittlich - TV Beyeröhde 20:46 (8:22) Nur 25 Stunden nach dem ersten Oberliga-Spiel (25:25) gegen Moselweiß stand die HSG Wittlich gegen den Zweitligisten aus Wuppertal erwartungsgemäß auf verlorenem Posten. Einmal, beim 2:1, lag die HSG vorne, dann bestimmte Beyeröhde die einseitige Partie. Wittlichs Trainer Thomas Feilen war mit der Angriffsleistung und 20 Treffern seines jungen Teams zufrieden, hätte aber gerne weniger als 46 Gegentore gesehen - vor allem weniger Gegenstöße. "Das Endergebnis spiegelt das Kräfteverhältnis wider. Wir haben unsere Kräfte gleichmäßig verteilt - und es war trotz der klaren Niederlage ein tolles Erlebnis für uns", sagte Feilen, der die Gäste in den höchsten Tönen lobte: "Eine tolle Mannschaft mit breitem Kader und einer sehr starken Physis." Sein Team kann sich nun wieder ganz auf den Liga-Alltag in der Oberliga konzentrieren. HSG Wittlich: Scharbillig, Diede - Schurich (3), Steffens (2), Keil (0), Ambros (1), Barthen (1), Ertz (2), Gassanov, Rolinger, Simonis (1/1), Lang (3), Schieke (3), Lukanowski (2), Schenk (1)