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Klappt es auch mit Auswärtsjubel?

Klappt es auch mit Auswärtsjubel?

Nur drei Tage nach dem Sieg gegen Göppingen sind die Miezen heute schon wieder gefordert: Gastgeber VfL Oldenburg, derzeit Fünfter, ist allerdings ein anderes Kaliber als die Schwaben.

Trier. Ein ungewöhnlicher Termin sorgt für einen ungewöhnlichen Kader: Beim heutigen Auswärtsspiel beim VfL Oldenburg (19.30 Uhr, als Internet-Livestream zu sehen unter www.oeins.de) werden den Trierer Miezen vier Spielerinnen aus beruflichen oder schulischen Gründen fehlen. Dennoch hofft man im Miezenlager nach dem ersten Saisonsieg gegen Göppingen darauf, dass das dritte Auswärtsspiel der Saison nicht wieder mit einer zweistelligen Niederlage wie in Koblenz (20:30) oder Leipzig (12:35) endet. Wobei Co-Trainerin Jana Arnosova trotz der Euphorie nach dem ersten Erfolg meint: "Diese Halle in Oldenburg liegt uns nicht."In der Vorsaison gab es zwei Klatschen gegen den VfL (31:43 und 23:44), den letzten Punkt in Oldenburg gewann die MJC mit einem 27:27 im Jahr 2008. Nimmt man allerdings nur die zwei vergangenen Partien, sind die Miezen sogar Favorit beim VfL: Denn Oldenburg schied erst im DHB-Pokal bei der HSG Blomberg-Lippe aus, verlor dann sein Ligaspiel gegen den HC Leipzig. Im gleichen Zeitraum glückten der MJC zwei Siege im Pokal und der Liga. Und vor allem das 24:23 gegen Göppingen, mit dem die Miezen den letzten Tabellenplatz verließen, ist die nötige Motivation im hohen Norden.VfL-Trainer Leszek Krowicki hat Respekt vor der MJC: "Sie sind ein unangenehmer Gegner, wir müssen aufpassen." Seine Mannschaft ist nach einem Zwischentief auf den fünften Platz zurückgefallen, kann mit einem Heimsieg über Trier aber wieder die dritte Position erobern. Zuletzt haben die Oldenburger mit der "Nachverpflichtung" von Nationalspielerin Angie Geschke aus Leverkusen für Schlagzeilen gesorgt. Allerdings fällt Toptorjägerin Lois Abbingh langfristig nach einer Knieoperation für längere Zeit aus. Dreh- und Angelpunkt ist eine weitere Neue: Nationalspielerin Anna Loerper. "Sie sorgt für das hohe Tempo, mit dem der VfL spielt", meint Arnosova, die die Hoffnung trotz widriger Umstände nicht aufgibt: "Die Liga ist ausgeglichen, und jeder kann jeden schlagen."Mittlerweile wurde auch das Pokal-Achtelfinale gegen Meister und Pokalsieger Thüringer HC terminiert. Gespielt wird am Mittwoch, 13. November, um 19.30 Uhr in der Arena Trier. MJC Trier (Kader): Flöck, Kockler, Vogt - Pilmayer, Derbach, Schneider, Adeberg, Cabeza, Mohr, Kroyer, Vallet, Solic, Czanik