Kleine Miezen dezimiert, aber tapfer

Kleine Miezen dezimiert, aber tapfer

Mit nur einer Torfrau und einer Auswechselspielerin haben die Kleinen Miezen beim FC Köln auf verlorenem Posten gestanden. Eine Niederlage einstecken musste auch Bascharage (Luxemburg) in Walsum.

FC Köln - DJK/MJC Trier II 32:26 (16:8) (R.S.) Zeitgleich spielten am Samstagabend das Bundesligateam und die kleinen Miezen und erneut sorgten die Mannschaftsaufstellungen der Teams im Vorfeld für Unruhe. Die Torhüterinnen Daniela Vogt und Anna Bocka fielen krankheitsbedingt aus und so reiste jedes Team nur mit einer Torfrau zu den Auswärtsspielen an; bei den kleinen Miezen war Torfrau Jessica Kockler grippekrank. Daneben fiel Eva Lennartz krank aus, Antonia Pütz konnte wegen einer Knieverletzung kaum trainieren und im Bundesligateam war Silvia Solic nach ihrem Mittelhandbruch noch angeschlagen.

"Es war daher unmöglich, Spielerinnen für die zweite Mannschaft abzustellen", widersprach MJC-Trainer Thomas Happe vor dem Spiel Forderungen von Vorstand Martin Rommel, die Reserve personell zu unterstützen. So versuchten die Trierer dann das Spiel gegen Köln zu verlegen, dort allerdings witterte man Wettbewerbsverzerrung und damit stieß der Trierer Vorschlag auf wenig Gegenliebe. So war Markus Zeimet, Trainer der kleinen Miezen, erneut zum Improvisieren gezwungen.

Mit Alexa Heumüller und Pia Staudt erklärten sich glücklicherweise zwei ehemalige Spielerinnen bereit, den Kader aufzufüllen, und so reiste das Team mit einer Auswechselspielerin in die Domstadt. Auf der Gegenseite stand ein 15-köpfiger Kader bereit. Köln führte über 3:0 und 8:2. Dennoch hielten die kleinen Miezen tapfer dagegen und lagen zur Pause mit 8:16 zurück. In der 38. Minute kam Trier auf 23:19 heran, kassierte aber einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen: "In einigen Situation wurde mit unterschiedlicher Messlatte gemessen", klagte der MJC-Coach, der aber darin keine Ursache für die Niederlage sah.

DJK/MJC Trier II: Kockler - Adeberg (9), Grötzki (8), Stein (2), Hahn (1), Weber (4/3), Heumüller (1), Staudt (1).

TSV Walsum - Aldenrade Roude Léiw Bascharage 29:27 (14:14) Nach der desolaten Vorstellung der roten Löwinnen gegen die kleinen Miezen in der Vorwoche, enttäuschte das hoch gehandelte Spitzenteam auch beim Tabellenzwölften. Trainer Weinzierl: "Ich bin froh, dass wir eine so gute Hinrunde gespielt haben und bereits einige Punkte gegen den Abstieg gesammelt haben. In dieser Verfassung wird es schwer, überhaupt noch einen Punkt in der Liga zu gewinnen." War es im Spiel Oxana Pal, die ihre Leistung nicht annähernd abrief, so patzten mit Andi Janicz und Martha Goraj in Duisburg die beiden anderen Ausnahmespielerinnen. Nach dem Wechsel deutete die 20:16-Führung der Gäste auf eine Vorentscheidung hin, doch es folgten acht Treffer der Duisburgerinnen in Folge. Das Spiel kippte.

Bascharage: Reis und Sanduta - Thees (5), Keves (1), Goraj (5), Pimenta (1), Muller, Pal (10/1), Welter, Rossy (1), Janicz (4/2).