Kleine Miezen obenauf

Die Reserve der Trierer Miezen hat gestern ihr Heimspiel in der dritten Handball-Liga der Frauen gegen Mörfelden gewonnen. Roude Léiw Bascharage verlor hingegen am Samstag gegen Spitzenreiter TSG Ober-Eschbach.

Trier. DJK/MJC Trier II - HSG Mörfelden/Waldorf 28:24 (16:11) Nicht die Quantität des Kaders, sondern die Qualität war gestern bei den Kleinen Miezen für den Spielausgang entscheidend. Diese Erfahrung musste Aufsteiger Mörfelden/Waldorf machen.
Mit schnellen Beinen in der Abwehr kauften die Gastgeberinnen den oft ratlos wirkenden Gästen den Schneid schnell ab und konterten die einzige Gästeführung zum 1:0 mit sechs Treffern in Folge zum 6:1. Bis zum 9:3 bestimmten die Gastgeberinnen das Spielgeschehen, die Gäste nahmen bereits in der zehnten Minute eine Auszeit.
Die Unterbrechung tat dem Trierer Spiel überhaupt nicht gut, die Abwehr wurde nachlässig, vor allem im Mittelblock verschliefen die Gastgeberinnen ihre Absprachen. So verkürzten die Gäste auf 6:9, ehe Katja Pötters mit ihrem Treffer die Mannschaft wieder wachrüttelte. Über 13:7 stellte das Domaschenko-Team den alten Abstand in der 24. Minute wieder her, doch die HSG holte auf, Domaschenko nahm die Auszeit, und mit der Rückkehr von Lena Zelmel kehrte die Sicherheit ins Trierer Spiel zurück.
Nach dem Wechsel war es zunächst Katrin Premm, die mit ihrem ersten Treffer zum 17:11 ihre Torgefährlichkeit unter Beweis stellte. Über 21:13 schienen die Miezen jetzt einem sicheren Sieg entgegenzusteuern, doch vieles bleib Stückwerk im Miezenspiel. Spielerisch ließen beide Teams merklich nach, und erst die Umstellung im Trierer Spiel mit Megane Vallet auf der Spielmacherposition zeigte positive Wirkung. Beim 26:19 in der 53. Minute war das Spiel entschieden. Stärkste Spielerinnen der Miezen war Torhüterin Jessica Kockler sowie Lena Zelmel und Nathalie Adeberg.
MJC: Kockler und Bocka - Sattler, Öffling, Hahn (1), Pötters (1), Rolinger (1), Zelmel (9), Premm (2), Vallet (4), Adeberg (10/1).

TSG Ober-Eschbach - Roude Léiw Bascharage 35:28 (13:15) Die TSG Ober-Eschbach scheint in dieser Saison das Maß aller Dinge zu sein. Das Team von Trainer Ecki Weber festigt mit einem Sieg vor 250 Zuschauern über den letztjährigen Meister aus Bascharage seine Tabellenführung. In dieser Form ist die TSG klarer Meisterschaftsfavorit. Das erkannte auch Löwinnen-Trainer Claude Weinzierl an: "Der Sieg der Gastgerberinnen ist völlig verdient, allerdings fällt die Niederlage zu hoch aus. Ober-Eschbach war über die gesamte Spielzeit das bessere Team, wir können lediglich mit den ersten 40 Minuten zufrieden sein."
Souverän traten die Schützlinge von Weinzierl noch im ersten Spielabschnitt auf und führten bis zum 8:5. Doch es folgte der Bruch im Spiel der Löwinnen, und so stand es Mitte der ersten Hälfte 12:9 für die TSG. Die Gäste fanden jedoch zu ihrem Spiel zurück, glichen aus und gingen mit einer 15:13-Führung in die Kabine. Nach dem Wechsel hielt die Führung des Weinzierl-Teams bis zur 42. Minute. Doch beim Stand von 25:23 zugunsten der Gastgeberinnen handelte sich Oxana Pal, die zuvor einige Male sehr hart angegangen wurde, nach einem Foul eine rote Karte ein. Es folgten fünf Minuten, in denen die Schiedsrichter jede Kleinigkeit im Gästespiel bestraften, und so standen die Löwinnen teilweise nur noch mit vier Feldspielerinnen auf dem Platz. Beim 30:25 in der 50. Minute gab sich die Gästemannschaft auf, es folgte der Sieg für die Gastgeberinnen.
Bascharage: Hansen und Saftioui - Steuer, Braconier (1), Rogucka (6/2), Goraj (1), Pimenta (3), Muller (1), Pal (10/1), Urban (4/2), Thill (1), Welter (1). R.S.

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