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Kurzfristiger Abstecher ins Schwabenland

Kurzfristiger Abstecher ins Schwabenland

Nicht wie geplant am Sonntag, sondern bereits heute, 20 Uhr, steht für die Trierer Handball-Miezen das vierte Auswärtsspiel in Folge bei Frisch Auf Göppingen an.

Trier. Über mangelnde Spielpraxis und zu wenige Heimspiele darf sich Frisch Auf Göppingen derzeit nicht beschweren: Am Montagabend schieden die Schwaben in eigener Halle unglücklich mit 20:23 (nach 18:14-Führung) gegen den HC Leipzig im Viertelfinale des DHB-Pokals aus, am Sonntag steht das Achtelfinal-Hinspiel des europäischen EHF-Pokals zu Hause gegen den FC Kopenhagen an - eigentlich sollten an diesem Termin die Trie rer Miezen in der Bundesliga zu Gast in der EWS-Halle sein. Nach einigen Diskussionen wurde nun ganz kurzfristig ein neuer Spieltermin gefunden: Bereits am heutigen Mittwoch um 20 Uhr empfängt der Tabellenneunte (12:22 Punkte) den Vorletzten (6:28 Zähler), gerade einmal 48 Stunden nach dem Pokal-Aus.
Dennoch ist diese Konstellation für die Miezen nicht unbedingt ein Vorteil. Partien unter der Woche bedeuten immer, dass die Spielerinnen quasi von der Arbeit zum Spiel fahren müssen, Göppingen liegt nicht "um die Ecke" - und Franzi Garcia-Almendaris und Maria Kroyer (erstes Training nach zwei Wochen am Montag) sind immer noch verletzt. "Dazu kommt, dass viele Spielerinnen leicht angeschlagen oder krank sind, wir sind wahrlich nicht fit", sagt Co-Trainerin Jana Arnosova, die daher Göppingen als "klaren Favoriten" betrachtet.
Wie einige Miezen-Gegner zuvor hat auch Frisch Auf in dieser Saison den Trainer gewechselt - allerdings nicht wegen Misserfolgs, sondern weil der bisherige Coach Alexander Knezevic "befördert" wurde und nun die Göppinger Bundesliga-Männer trainiert. Sein Nachfolger ist Vasile Oprea. Seine Bilanz ist eher bescheiden: In den vergangenen fünf Ligaspielen setzte es (genau wie bei der MJC) vier Niederlagen, nur Schlusslicht Bensheim wurde jeweils besiegt.
Aber die Miezen haben gute Erinnerungen an den heutigen Gegner: Mit dem hauchdünnen 24:23 im Hinspiel (vorrangig dank der Paraden von Torfrau Daniela Vogt) gelang der erste von bislang drei Saisonsiegen. "Natürlich erinnere ich mich noch gerne an dieses Spiel zurück", sagt Arnosova, "so viele Glücksmomente hatten wir diese Saison ja nicht". Aber ausgerechnet Vogt wird heute wohl aus beruflichen Gründen nicht auflaufen können, zudem ist die zweite Torfrau Verena Flöck erkrankt. BP