Laras Feuer lodert weiter

Die Triererin Lara Leuckefeld (20) kommt nur noch selten in ihre Heimat. Am Wochenende war es beim Gastspiel ihres Clubs Mainz-Bretzenheim in Konz mal wieder so weit. Die ehemalige Jugend-Nationalspielerin sieht im Handball weiterhin ihr Hobby Nummer eins - einen neuen Anlauf in höhere Gefilde schließt sie aber nicht aus.

Mainz/Trier. Aufgeregter als sonst sei sie gewesen, gibt Lara Leuckefeld zu. Kein Wunder, schließlich ging\'s zum Ex-Club nach Konz, wo sie noch einige Freunde hat. Zum Beispiel Kathrin Irsch, mit der sie 2011 Abitur am Trierer Humboldt-Gymnasium gemacht hat und mit der sie 2010 von der DJK/MJC Trier nach Konz gewechselt war.
"Es war schön, alle wieder zu treffen", sagt die 20-Jährige, die einen 28:24-Sieg gegen die Ex-Mitspielerinnen feierte. "Wir haben zwar gewonnen, aber nicht so gut gespielt. So, wie sich die TG präsentiert hat, sehe ich schon noch Chancen, dass sie die Klasse hält."
2011 verließ Leuckefeld die TG und ging nach Mainz. Dort begann sie ihr Studium (Deutsch und Sport auf Lehramt). Handball spielt sie seitdem für die SG TSG/DJK Mainz-Bretzenheim. Der Drittligist ist zur neuen Saison von der Süd- in die West-Gruppe gewechselt.
Leuckefeld war ein großes Talent und Jugend-Nationalspielerin, zugunsten des Studiums hatte sie dem ambitionierten Leistungssport leise Servus gesagt.
"Bis heute habe ich den Schritt nicht bereut", sagt die Kreisläuferin, die hofft, in eineinhalb Jahren ihren Bachelor-Abschluss zu machen. Und dann? Leuckefeld gibt zu, dass es kribbelt. Die Leidenschaft für den Handball ist ungebrochen.
"Es war eine tolle Sache, höherklassig Erfahrungen gemacht zu haben. Jetzt mache ich mir keinen Stress. Ich bin noch jung. Es reizt mich schon, vielleicht später irgendwo höher als in der 3. Liga zu spielen." Zunächst aber gilt es, mit Mainz-Bretzenheim nicht abzurutschen. Nach vier Siegen in Folge stehen die Rheinhessen komfortabel auf Rang fünf. Doch der bevorstehende Weggang von gleich drei Rückraumspielerinnen sowie des Trainers stellt das Team vor große Herausforderungen in der Rückrunde: "Wir werden nicht absteigen, dafür haben wir schon einige Punkte gesammelt. Aber es wird jetzt schwer für uns. Wir müssen uns zusammenreißen."
Das müssen auch die Trierer Miezen in der Bundesliga, Leuckefelds sportliche Heimat bis 2010. Emotional verbunden ist sie dem Club nicht mehr, sagt sie. Gleichwohl verfolgt sie den Kampf um den Klassenerhalt. "Ich hoffe, dass Trier drin bleibt. Aber es wird relativ schwer", sagt Leuckefeld, die ihren Weihnachtsbesuch zu Hause in Trier-Zewen zu einem Abstecher in die Arena Trier nutzen will. Am 30. Dezember empfängt die MJC dort die HSG Blomberg-Lippe.