Licht und Schatten bei den Drittligisten

Bascharage/Trier · 3. Liga Frauen FSG Sulzbach/Leidersbach - Roude Léiw Bascharage 19:22 (11:7) "Wundertüte Bascharage", urteilte Trainer Claude Weinzierl nach dem unerwarteten Erfolg seines Teams. Die Hiobsbotschaft kam bereits am Freitag: Rückraumspielerin Truffan musste wegen Rückenproblemen passen, und so sanken die Erfolgsaussichten der Löwinnen.

Zwei unterschiedliche Halbzeiten prägten die Begegnung, in der die FSG zunächst mit schnellem Spiel begeisterte. Aber im Tor der Gäste stand mit Amalia Saftoui ein überragender Rückhalt, und so entwickelte sich durch die Leistung der beiden Torfrauen, aber auch die Abschlussschwäche beider Teams eine torarme Begegnung. Nach dem Wechsel begeisterte vor allem Oxana Pal auf Seiten der Luxemburgerinnen. Sie lief zur Hochform auf und gewann mit 13 Treffern das Duell der Shooterinnen gegen FSG-Spielerin Ann Katrin Scherer (sieben Tore). Entscheidend war dann eine "taktische Meisterleistung" (Weinzierl) der Gäste, die dank einer sich steigernden Abwehr und der Tatsache, dass die FSG-Angreiferinnen serienweise freie Bälle vergeigten, erstmals beim 15:15 ausglichen. Am Ende jubelten die Gäste über einen verdienten Erfolg. Saftoui und Hansen - Pal (13), Steuer (1/1), Rogucka (4/1), Goraj (1), Pimenta (1), Muller (1), Thill (1), Welter. HSG Kleenheim - DJK/MJC Trier 31:26 (12:9) Die HSG wurde im letzten Heimspiel der Saison ihrer Favoritenrolle gegen die kleinen Miezen gerecht und schickte das Team von Trainer Igor Domaschenko mit 31:26 geschlagen auf die Heimreise. Wie im Hinspiel war die Trefferquote auf beiden Seiten unter der Norm. Auf Trierer Seite standen am Ende lediglich elf technische Fehler zu Buche, allerdings war die Torausbeute nach Ansicht von Domaschenko eine "Katastrophe". 16 Versuche der kleinen Miezen von den Außenbahnen führten lediglich zu vier Treffern. Nach dem Wechsel steigerten sich die Gäste zwar im Angriff, doch die Abschlussquote lag am Ende unter 20 Prozent. Lediglich Katrin Premm traf im zweiten Spielabschnitt häufig, während Vica Tunik einen schwachen Tag erwischte und auch das Zusammenspiel der kleinen Miezen nicht optimal war. "Mit der Restspielzeit können wir zufrieden sein. Aber es reicht gegen eine solche Mannschaft nicht aus, nur einen Teil der Spielzeit die Leistung abzurufen, zu der man eigentlich fähig ist", kritisierte Domaschenko, der Rückraumspielerin Nathalie Adeberg aufgrund ihrer Verletzung schonte und die Distanzschützin nur am Kreis einsetzte. Bocka und Kockler - Tunik (2), Zelmel (4), Vallet (2), Premm (9), Adeberg (7/4), Hahn (2), Eich, Sattler, Pötters. R.S.

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