Lichtblicke und Lehrstunde

Die Trierer Miezen haben den "Stelioplast-Cup" nach drei Niederlagen als Sechster und Letzter beendet. Dennoch gab es in der neuen MJC-Mannschaft einige gute Ansätze.

Wittlich. (BP) "Wer ist denn die Blonde?" oder "Wer ist denn die Nummer 23?" waren häufig gehörte Fragen von Miezen-Fans beim "Stelioplast-Cup" in Wittlich. Man muss sich nach dem x-ten Umbruch der vergangenen Jahre beim ersten Vorbereitungs-Höhepunkt immer wieder an neue Gesichter gewöhnen bei der DJK/MJC Trier. Und man musste sich schon vor dem ersten Anwurf daran gewöhnen, dass die Miezen wahrlich nicht mit Champions-League-Teilnehmern mithalten können, sondern in der neuen Saison ihre Punkte gegen den Abstieg gegen andere Konkurrenten einfahren müssen. Am deutlichsten wurde dies gegen die norwegische Weltklasse-Mannschaft aus Larvik, die die Miezen förmlich auseinander nahmen und ihnen beim 34:8 (19:3) die höchste Niederlage bei der elften Teilnahme am Turnier in Wittlich beibrachten. "Da standen 3,6 Millionen Euro gegen weniger als 500 000 Euro auf dem Feld", sagte MJC-Vorstand Martin Rommel, dessen Mannschaft zuvor beim 22:31 (8:15) gegen den deutschen Meister Leipzig zwar eine Niederlage kassierte, aber auch einige gute Ansätze zeigte. Im Spiel um Platz fünf gegen Pokalsieger Bayer Leverkusen (am 5. September erster Ligagegner in der Arena) bot die MJC ihre beste Turnierleistung, verlor aber 22:26.

Trainer Thomas Happe hatte Nachwuchsspielerinnen wie Katrin Groetzki, Katrin Premm oder Natalie Adeberg die Chance gegeben, sich mit der internationalen Klasse zu messen. Und es gab auch Lichtblicke: Neuzugang Jelena Popovic, die erst dreimal mit der Mannschaft trainierte, bot eine ansprechende Leistung, war mit 13 Treffern zweitbeste Trierer Torschützin. "Sie bringt uns richtig weiter", lobte auch Trainer Happe, der hofft, in dieser Woche die letzte Neuverpflichtung präsentieren zu können - nach TV-Informationen wird mit einer Spielerin aus Osteuropa und einer Südamerikanerin verhandelt. Zumindest in der Abwehr konnte auch Tessa Cocx, die aus Dortmund nach Trier kam, Akzente setzen. Mit ihrer niederländischen Landsfrau Willemjin Karsten bildet sie künftig den Innenblock.

Apropos Karsten: Nach ihrer von Verletzungen geprägten Vorsaison wirkt die Rückraumspielerin viel austrainierter und dynamischer, erzielte 16 Tore. Aber es wartet noch viel Arbeit auf Happe, der das Abschneiden in Wittlich nicht überbewertet: "Es ging nicht um Ergebnisse, sondern darum gegen Topteams zu testen. Nur so können wir lernen."