Meine liebe Joline: Mieze Müller meldet sich mit elf Toren zurück

Meine liebe Joline: Mieze Müller meldet sich mit elf Toren zurück

Zum Saisonende hin werden die Trierer Handballerinnen zu Remis-Königinnen. Eine Woche nach dem 26:26 bei der HSG Bensheim gab es für die Miezen am Samstagabend ein 30:30 (17:15) bei Aufsteiger Werder Bremen. Beste Mieze war Joline Müller.

Bremen/Trier. Bei einem Remis stellt sich immer die gleiche Frage: Punkt gewonnen oder Punkt verloren? In Bensheim zeigten die Miezen eine tolle Aufholjagd und hatten definitiv einen Punkt gewonnen, in Bremen war es eher ein Punktverlust, denn Trier lag fast über die gesamte Spielzeit in Führung. "Wir sind zufrieden mit dem Zähler, auch wenn mehr drin war", sagte Miezen-Vorstand Jürgen Brech. Obwohl es für beide Mannschaften um nichts mehr ging, weil beide ihr Ziel Klassenerhalt schon erreicht hatten, war es eine intensiv geführte Partie. "Bremen wollte sein letztes Heimspiel unbedingt gewinnen, wir unsere Erfolgsserie fortsetzen", sagt Brech. Somit haben die Miezen ihr Ziel vor dem Saisonfinale gegen Absteiger Kirchhof erreicht und nun aus den vergangenen neun Spielen 14:4 Punkte geholt - eine Serie, die es zuletzt im Meisterjahr 2002/03 oder der Spielzeit 2004/05 gelang, als man deutscher Vizemeister wurde. In Bremen glänzte vor allem eine Spielerin, die nach einem tollen Saisonstart in den vergangenen Wochen auch verletzungsbedingt etwas abgetaucht war: Joline Müller traf elfmal, war neben dem starken Torhüterinnenduo Jessica Kockler und Melanie Eckelt Garant für den Punktgewinn.Die Partie war über die gesamten 60 Minuten ausgeglichen, keine Mannschaft konnte sich absetzen, der höchste Abstand - egal für welches Team - betrug in Hälfte eins zwei Tore. Trier führte beim Seitenwechsel mit 17:15 und setzte sich dann sogar auf 19:16 ab. Das war allerdings der Weckruf für die Bremer, die beim 21:21 erstmals ausglichen.Ab diesem Zeitpunkt war die Partie auf des Messers Schneide, auch wenn Werder kein einziges Mal mehr in Führung gehen konnte. Die MJC legte immer wieder vor, Bremen glich immer wieder aus. Genau eine Minute vor dem Abpfiff sorgte die Luxemburgerin Tina Welter für das 30:29, Bremen nahm seine finale Auszeit und glich zwölf Sekunden vor dem Ende erneut aus. Auszeit Trier. "Aber die Zeit war zu knapp, um noch den Siegtreffer zu erzielen", sagte Brech. Am nächsten Samstag (Anwurf 18 Uhr in der Arena) lädt die MJC alle Fans nicht nur zum letzten Saisonspiel ein, nach der Partie gibt es noch die große Nicht-Abstiegs-Party mit Livemusik von der Band Klimaschock. DJK/MJC Trier: Kockler, Eckelt - Jurgutyte (4), Thomas (2), Mohr, Houben (2/1), Czanik (2), Derbach (1), Müller (11/3), Weibelova (3), Knoroz (2), Welter (3)Extra

Zwei Ex-Miezen haben am Wochenende Europapokalsiege verpasst: Die Niederländerin Celine Michielsen, die die MJC vor dieser Saison in Richtung Metzingen verlassen, verlor das Final-Rückspiel im EHF-Pokal gegen Dunaujvaros mit 21:29, nachdem die Schwaben das Hinspiel 28:26 gewonnen hatten. Mit Tränen statt dem dritten Champions-League-Titel endete für Anja Althaus (bis 2007 in Trier) das Finalturnier in Budapest. Mit ihrem Verein Vardar Skopje verlor Althaus das Halbfinale gegen Bukarest mit 21:27. BP