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Miezen: Erst die Arbeit, dann vielleicht schon die große Party

Miezen: Erst die Arbeit, dann vielleicht schon die große Party

Rein rechnerisch können die Trierer Handball-Miezen am heutigen Samstag schon den Klassenerhalt feiern. Dafür müssen sie aber erst einmal zu recht früher Anwurfzeit um 15 Uhr Halle schlagen und dann Bensheim die Daumen drücken.

Trier. Erst schien es unmöglich, dann gingen die großen Rechenspiele los - nun kann es viel früher als eigentlich errechnet passieren: die Rede ist vom Klassenerhalt der Trierer Miezen in der 2. Frauen-Handball-Bundesliga. Nach zuletzt 10:2 Punkten in Serie können die Miezen im Optimalfall schon am heutigen Samstag die kommende Saison im Unterhaus perfekt machen. Dafür nötig sind ein eigener Sieg zur frühen Anwurfzeit um 15 Uhr in der Arena gegen Union Halle-Neustadt und danach eine Niederlage der SG Kirchhof gegen Bensheim/Auerbach. Dann wäre drei Spieltag vor Schluss bei einem Vorsprung von sechs Punkten und der um aktuell 111 Treffer besseren Tordifferenz der Drops gelutscht.

Miezenvorstand Jürgen Brech freut sich zwar über die frühzeitige Chance, den Klassenerhalt einzutüten, ermahnt aber gleichzeitig auch die Mannschaft, nicht zu sehr an eine potenzielle Nicht-Abstiegs-Party, sondern erst einmal an den Gegner zu denken, bei dem man beim 29:35 im Hinspiel ohne eine Chance war. "Wir sollten uns nur auf Halle-Neustadt konzentrieren", sagt Brech, der aber auch zugibt, "dass mir Tausende Felsbrocken vom Herzen fallen werden, wenn wir das Saisonziel Klassenerhalt erreichen".

Für Halle geht es als Tabellensechsten um nicht mehr viel, der Zug nach oben ist für den früheren Club von Ex-MJC-Trainerin Daniela Filip abgefahren. Somit sind die Miezen trotz der Tabellenkonstellation sogar in der Favoritenrolle - denn Halle gewann bislang erst vier Auswärtsspiele. Aufpassen muss allerdings die Trierer Abwehr, denn die Gäste verfügen über den drittbesten Angriff der Liga.
Daher gibt Traineri
n Cristina Cabeza eine klare taktische Vorgabe aus: "Wir müssen über unsere Defensive ins Spiel kommen, den Gegner unter Druck setzen. Wenn uns das gelingt, wird auch ein gutes Ergebnis herauskommen. Ob das dann schon am Samstag für den Klassenerhalt reicht, werden wir sehen. Erst mal wollen wir unsere Arbeit erledigen."
Fehlen wird den Miezen nur Linksaußen Hannah Sattler (Kreuzbandriss). BP

DJK/MJC Trier (Kader): Kockler, Eckelt - Vallet, Derbach, Mohr, Jurgutyte, Knoroz, Thomas, Czanik, Müller, Houben, Weibelova, Welter