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Miezen: Früh aufstehen und ohne große Hoffnung 16 Stunden im Bus

Miezen: Früh aufstehen und ohne große Hoffnung 16 Stunden im Bus

Der Kader wird immer kleiner, die Ambitionen bleiben zurückhaltend: Fast ohne Rückraum müssen die Trierer Handball-Miezen am Sonntag (15 Uhr) beim Spitzenteam Buxtehuder SV antreten.

Trier. Der Wecker klingelt am Sonntagmorgen um 3.15 Uhr, Abfahrt ist um 4 Uhr - und dann warten rund acht Stunden im Bus: Allein die Anreise zum weitesten Auswärtsspiel ist schon mühselig, und dann hat sich bei den Trierer Miezen auch noch die Personalmisere vergrößert: Neben den Langzeitverletzten Nathalie Adeberg und Franziska Garcia-Almendaris droht auch Top-Torschützin Katrin Schneider (erkrankt) auszufallen. Maria Kroyer hat noch Trainingsrückstand. So stehen der MJC im schlimmsten Fall nur drei gelernte Rückraumspielerinnen zur Verfügung."Weil wir so viele Verletzte haben, müssen die Leistungsträgerinnen fast immer durchspielen. Dadurch ist die ganze Mannschaft sehr müde. Aber da müssen wir jetzt durch", sagt Co-Trainerin Jana Arnosova. In den drei noch ausstehenden Spielen am Sonntag in Buxtehude sowie zu Hause gegen Meister Thüringer HC (23. Februar) und Metzingen (26. Februar) ist Arnosovas Hauptziel, dass sich keine weitere Spielerin verletzt. Die Ambitionen sind niedrig, für die Miezen zählt es erst ab 8. März, wenn die Abstiegsrunde beginnt. Drei der fünf Konkurrenten stehen mit Bensheim, Göppingen und Koblenz/Weibern schon fest. Am Sonntag werden wohl Bietigheim und Blomberg dazustoßen.Ganz anders ist die Situation beim nächsten MJC-Gegner: Der Buxtehuder SV, als Tabellenvierter bereits für die Meisterrunde qualifiziert, hatte zuletzt international für eine Sensation gesorgt: Durch ein 31:22 im Rückspiel zu Hause wurde ein 23:32 gegen die Ungarinnen aus Erd wettgemacht. Der BSV ist somit ins Viertelfinale des Pokalsieger-Wettbewerbs eingezogen. Dort muss man die weitest mögliche Reise zum russischen Vertreter Rostov antreten. Doch Trainer Dirk Leun warnt davor, nur an den Europapokal zu denken: "Das ist Schnee von gestern oder Zukunftsmusik. Wir dürfen uns in der Liga keinen Ausrutscher erlauben", verweist Leun auch auf das Hinspiel in Trier, als seine Mannschaft den 33:28-Sieg erst in der Schlussminute durch drei Tore in Folge einfuhr. An einen ähnlichen Spielverlauf im Rückspiel verschwendet Arnosova keine Gedanken: "Buxtehude ist keine Mannschaft, bei der man von Punkten träumt. Die Zähler für den Klassenerhalt werden in der Abstiegsrunde vergeben." BP MJC Trier (Kader): Kockler, Flöck, Vogt - Derbach, Pilmayer, Mohr, Schneider (?), Irsch, Kroyer (?), Sattler (?), Kordel, Vallet, Czanik, Cabeza, Pötters