Miezen: Gute Leistung, aber keine Punkte in Oldenburg

Miezen: Gute Leistung, aber keine Punkte in Oldenburg

Die Trierer Handball-Miezen warten auch nach dem fünften Spieltag auf den ersten Bundesligapunkt der Saison. Dennoch war beim 25:30 (11:15) beim Ligazweiten VfL Oldenburg eine Leistungssteigerung erkennbar.

Oldenburg. 0:10 Punkte hört sich niederschmetternd an - aber viel mehr hatten die Miezen-Verantwortlichen vor dem Saisonstart angesichts der Vielzahl von Auswärtsspielen auch nicht erwartet. Auch nach dem 25:30 (11:15) beim VfL Oldenburg sind die Miezen Letzter, zudem hat sich die HSG Bad Wildungen durch einen 28:27-Erfolg beim Mitaufsteiger SVG Celle bereits die Zähler zwei und drei gesichert, während Celle wie Trier noch "nackt" und punktlos dasteht.Aber die fünfte Niederlage im fünften Spiel bewertet MJC-Trainer Thomas Happe immerhin als "Schritt zum Besseren": Die Abwehr stand gegen den früheren Europapokalsieger Oldenburg deutlich besser, zudem hielten die Miezen lange mit - was vor allem an den acht Treffern der Polin Lucyana Wilamowska lag. Das größte Problem in Oldenburg war allerdings die linke Rückraumseite: Die Serbin Jasmina Radojicic erwischte - auch krankheitsbedingt - einen schwarzen Tag, die Nachwuchsspielerinnen Katrin Premm und Nathalie Adeberg konnten diese Lücke nicht schließen. Insgesamt resultierten nur zwei Treffer von der "Königsposition" - zu wenig, um zu gewinnen.Daneben hatten die Miezen dann Probleme, wenn der VfL offensiv deckte - mit Ex-Nationalspielerin Angie Geschke als "Staubsauger" vor der Abwehr. "Sie hat uns vier Pässe weggeschnappt und dann vier Tore per Gegenstoß erzielt. Diese einfachen individuellen Fehler haben uns letztendlich das Genick gebrochen", sagte Happe, der zugab: "Da war deutlich mehr drin, wir hätten einen Überraschungspunkt erreichen können, wenn die Fehlerquote nicht so hoch gewesen wäre."Bis zum 10:10 hielt die MJC, bei der Nadine Post die verletzte Silvia Solic am Kreis ersetzte, gut mit, lag zur Pause allerdings schon mit vier und nach 34 Minuten mit sechs Treffern hinten. Doch dank der starken Defensive um die gute Torfrau Sladjana Djeric hielten die Miezen bis in die Schlussphase mit, dennoch war Oldenburg stets das Quäntchen erfahrener und konzen-trierter. In den letzten beiden Minuten sorgte Wilamowska mit zwei Treffern für den 25:30-Endstand. "Wir haben einen Aufwärtstrend gezeigt, aber jede Spielerin muss sich mit ihrer Fehlerquote befassen. Diese Ballverluste müssen wir einfach abstellen", mahnt Happe. BPDJK/MJC Trier: Djeric, Monz, Kockler - Wilamowska (8), Adeberg (1), Vojcic (5/3), Zelmel (0), Premm (0), Vallet (1), Arnosova (1), Derbach (4), Radojicic (1), Lennartz (0), Rost (4)Beste Torschützinnen Oldenburg: Abbingh (6/2), van der Heijden (5), Geschke (5), Winter (5)Cottbus statt Frankfurt/Oder: Das nächste Miezen-Auswärtsspiel am Mittwoch, 26. Oktober (19.30 Uhr), findet an einem ungewohnten Ort statt: Weil wohl ein Schiedsrichter nach dem letzten Heimspiel des FHC Frankfurt/Oder gegen Bad Wildungen (28:27) von einer "Klatschpappe" am Kopf getroffen wurde, belegte der Ligaverband HBF die Brandenburgerinnen mit einer Hallensperre für das nächste Heimspiel. Somit weicht der FHC gegen die Miezen in die Lausitz-Arena nach Cottbus aus. Die MJC wird dienstags anreisen und in Dresden - Heimatstadt von Neuzugang Nadine Rost - übernachten. BP