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Miezen: In Koblenz und gegen Celle geht's schon um fast alles

Miezen: In Koblenz und gegen Celle geht's schon um fast alles

Es geht schon früh um alles oder nichts: Mit den beiden Spielen gegen die direkten Abstiegskonkurrenten Koblenz/Weibern und Celle können die Trierer Handball-Miezen entweder die Weichen stellen oder den Klassenerhalt fast schon abhaken.

Trier/Koblenz. Irgendetwas passiert immer, wenn die Miezen auf die Vulkanladies treffen: In der Vorsaison gab es gleich fünf Duelle der beiden Rheinland-Vertreter in der Bundesliga. In der Normalrunde gewannen beide Teams ihre Heimspiele, in der Abstiegsrunde setzte sich Trier locker zu Hause durch, ehe beim Rückspiel wegen eines Wassereinbruchs durch das Hallendach der Conlog-Arena die Partie nach 45 Minuten abgebrochen werden musste. Beim dann bedeutungslosen Wiederholungsspiel zog sich Mieze Marta Pilmaier einen Kreuzbandriss zu und fällt immer noch aus. Und auch in dieser Saison scheinen die Duelle Mosel gegen Deutsches Eck besondere Brisanz zu beinhalten, denn beide zählen zu den potenziellen Abstiegskandidaten. Vor dem ersten Derby am Sonntag (16 Uhr in Koblenz) haben die Vulkanladies allerdings bereits vier Zähler verbucht, während die Miezen punktloser Letzter sind. Getreu der 2007er WM-Hymne "Wenn nicht jetzt, wann dann?" müssen die Triererinnen punkten - genau wie eine Woche später in der heimischen Arena gegen Aufsteiger Celle - sonst ist der Abstiegszug wohl schon abgefahren. Die Ausgangslage für die Miezen hat sich nach den Mittwochsspielen verändert: Bietigheim (jetzt fünf Punkte) gelang ein 29:26-Überraschungscoup gegen Buxtehude, der Vorletzte Göppingen (weiter drei Punkte) verpasste beim 32:33 gegen Blomberg hauchdünn einen Befreiungsschlag. Wie Koblenz/Weibern hat Aufsteiger Celle vier Punkte auf dem Konto. Beide Rheinlandvertreter kämpfen mit der Verletzungsseuche - beide haben für das Spiel der Spiele ehemalige Spielerinnen reaktiviert. Bei Trier feiert Silvia Solic nach dem langfristigen Ausfall von Kreisläuferin Celine Michielsen ihr Comeback (der TV berichtete), bei Koblenz/Weibern spring Vivi Kazaki ein, weil zahlreiche Rückraumspielerinnen ebenfalls langfristig fehlen werden. In der Vorbereitung trafen die Nachbarn zweimal bei Turnieren aufeinander - und zweimal zogen die Miezen deutlich den Kürzeren.Vulkanladies-Trainer Christoph Barthel hofft vor allem auf die Unterstützung von den Rängen: "Die Arena muss beben. Wir dürfen die Miezen trotz null Punkten auf der Habenseite nicht unterschätzen und werden Vollgas geben." Die gleiche Hoffnung hegen natürlich auch die Triererinnen, die ebenfalls auf viele Fans setzen: "Wir brauchen die Unterstützung", sagt Solic. Ob Esther Mohr nach ihren Schulterproblemen auflaufen kann, steht noch nicht fest. BPDJK/MJC Trier (Kader): Flöck, Kockler - Derbach, Struijs, Houben, Schneider, Mohr (?), Sattler, Kordel, Pötters, Backhed, Garcia-Almendaris, Solic, Czanik