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Miezen: Niederlage und Verletzungsschock

Miezen: Niederlage und Verletzungsschock

Die Trierer Handball-Miezen haben am Mittwochabend das Wiederholungsspiel in Koblenz mit 27:30 (15:13) verloren - trotz 14 Treffern von Katrin Schneider. Schlimmer als die Niederlage: Marta Pilmayer zog sich wohl einen Kreuzbandriss zu.

Die gleichen Schiedsrichter, fast die gleiche Anzahl Fans, die gleichen Kader: Der einzige Unterschied beim Wiederholungsspiel der Trierer Miezen am Mittwochabend bei den Vulkanladies in Koblenz: es regnete nicht - und somit konnte auch kein Wasser durchs Dach tropfen, was am 10. Mai für den Spielabbruch gesorgt hatte.

Bis zur 40. Minute dominierten die Miezen das Spiel dank einer alles überragenden Katrin Schneider, die mit 14 Treffern einen Spieltag vor Schluss nur noch zwei Tore hinter der Gesamt-Führenden der Torschützenliste Evgenija Minevskaya (Metzingen/233) liegt. Am Ende ging der MJC aber die Kraft aus. Dank des Duos Schneider/Natalie Adeberg, das die ersten neun Treffer erzielte, lagen die Miezen bis zur 43. Minute permanent in Führung. Erst als die Vulkanladies Schneider in kurze Deckung nahmen, erlahmten die Angriffsbemühungen etwas. Und so wurde aus einem 11:7 in wenigen Minuten ein 12:11. Und dann der Riesenschock: Beim Stand von 14:12 in Minute 27 springtRechtsaußen Marta Pilmayer Richtung Tor, verdreht sich ohne gegnerisches Verschulden das Knie - und bleibt schreiend vor Schmerzen liegen. Die Ungarin wird weinend und auf einer Trage liegend aus der Halle gefahren. Erste Diagnose: Kreuzbandriss - es wäre der dritte in dieser Saison bei den Miezen nach Franziska Garcia-Almendaris und Megane Vallet.

Aber die Miezen kamen nur wenig geschockt aus der Kabine, hatten den besseren Start in Hälfte zwei und wurden von den Toren Schneiders nach vorne gepusht. Das 19:15 (35.) war bereits ihr zehnter Treffer - und beim 21:16 schien eine Vorentscheidung gefallen. Weil sich Weiberns Torfrau Evelien Grob steigerte und Trier im Angriff schwächelte, war beim 22:22 (45.) alles wieder offen, die Gastgeber rissen die Führung an sich, Grob stand wie eine Wand - Trier vergab überhastet und lag plötzlich 23:26 hinten. Und beim 26:29 (59.) war die Partie gelaufen. BP Am Rande des Spiels wurde bekannt, dass die beiden Daunerinnen Nadja Zimmermann und Lisa Schenk die Vulkanladies in Richtung des RPS-Ligisten HSG Wittlich verlassen - wo sie auf einen alten Bekannten aus der Vulkaneifel treffen werden: Thomas Feilen, der als Trainer die Nachfolge von Wolfgang Becker antreten wird, trainierte beide schon zu Dauner Zeiten.

DJK/MJC Trier: Flöck, Vogt, Kockler - Pötters (0), Irsch (0), Sattler (0), Garcia-Almendaris (3), Mohr (1), Schneider (14/6), Adeberg (6/1), Pilmayer (2), Kordel (0), Derbach (2), Cabeza (0) Bjoern Pazen Redaktion