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Miezen sauer auf Schiedsrichter und den ständigen Konjunktiv

Miezen sauer auf Schiedsrichter und den ständigen Konjunktiv

Für Schiedsrichterschelte sind die Trierer Miezen normalerweise nicht bekannt, doch nach der 28:33-Niederlage gegen Buxtehude war das Trainerinnenduo auf das Schiedsrichterinnenduo mächtig entzürnt und sauer.

Trier. Ziemlich beste Freundinnen werden Cristina Cabeza sowie Miriam Janke und Sandra Senk in nächster Zeit nicht. Zu sauer war die Miezentrainerin nach der 28:33 (16:15)-Niederlage der MJC gegen Buxtehude auf die beiden jungen Schiedsrichterinnen. "Das war ein hartes Spiel auf beiden Seiten, dennoch gab es während der gesamten 60 Minuten keine einzige Zwei-Minuten-Strafe für eine Spielerin. Und als ich mich dann über einen Siebenmeter beklagte, bekam ich dann die einzige Zeitstrafe", sagt Cabeza: "Dabei habe ich nur gesagt: ‚Das ist nicht gut\', als ich die Gelbe Karte sah."
Diese zwei Minuten nutzte Buxtehude kurz vor Schluss, um sich abzusetzen. Die Zuschauer auf den Rängen hatten die Schiedsrichterinnen ebenfalls als Sündenböcke ausgemacht. Zudem warfen Cabeza und Co-Trainerin Jana Arnosova dem Buxtehuder Coach Dirk Leun vor, "permanent versucht zu haben, auf die Schiedsrichterinnen einzuwirken". Der Gescholtene sieht die Leistung der Schiedsrichterinnen differenzierter: "Meine Spielerinnen haben unendlich mehr Fehler gemacht als die beiden."
Insgesamt wurde das Thema Schiedsrichter von den Miezen an die zu hohe Glocke gehangen. Insgesamt hatten Miriam Janke und Sandra Senk nicht ihren besten Tag, hätten vor allem die Härte früher unterbinden müssen, aber die Fehlentscheidungen hielten sich in etwa die Waage.
Und als Cabeza den Blick wieder aufs Gesamte richtete, sah die Welt schon wieder anders aus: "Uns fehlten Glück und Erfahrung, aber wir haben erneut gezeigt, dass wir uns seit dem Saisonstart erheblich verbessert haben. Wir sind auf dem richtigen Weg. Mit dieser Leistung hätten wir gegen Leverkusen und Bensheim nicht verloren." Der Konjunktiv ist seit Wochen der ständige Begleiter der Miezen.
Cabeza, die sich zufrieden mit der Mannschaft zeigte, würde sich zudem über ein Weihnachtsgeschenk freuen: eine erfahrene Rückspielerin, möglichst Linkshänderin, steht auf ihrem Wunschzettel. Erfüllbar? "Ich glaube, eher nicht, dafür fehlt uns das Geld", sagt die Spanierin. BP