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Miezen stehen unter Druck gegen den "ziemlich liebsten Gegner"

Miezen stehen unter Druck gegen den "ziemlich liebsten Gegner"

Wieder stehen die Miezen unter dem Druck des Siegenmüssens: Am Sonntag (16 Uhr) benötigt der Vorletzte dringend Punkte gegen den FHC Frankfurt/Oder, um den Abstand auf die Nicht-Abstiegsränge zu verringern.

Trier. Gegen keine andere Mannschaft haben die Trierer Miezen in den vergangenen Jahren - zumindest zu Hause - häufiger gewonnen, denn die übrigen geschlagenen Kontrahenten waren dann meist abgestiegen. Und diese Serie gegen den FHC Frankfurt/Oder muss der Vorletzte der Frauen-Handball-Bundesliga am Sonntag (Anwurf: 16 Uhr, Arena Trier) fortsetzen, um sich die Chancen auf den Klassenerhalt offenzuhalten. Am 1. April 2012 sicherte sich die MJC durch ein 26:25 über den FHC die Erstliga-Zugehörigkeit, am 26. März 2011 stand die Arena kopf, als nach dem 23:21 am letzten Spieltag die Liga gehalten wurde. Diese Resultate - sowie das 23:22 auf dem Jahr 2009 - zeigen: Wenn die Miezen am Sonntag erfolgreich sein wollen, muss die Abwehr stehen, müssen die Brandenburgerinnen unter 26 Toren gehalten werden."Die Abwehr ist immer im Fokus", sagt auch MJC-Trainer Jörn Ilper, für den neben Seelenmassage nach der Niederlage in Koblenz in dieser Woche vorrangig ein Thema auf der Tagesordnung stand: Fehlerminimierung. "Im Hinspiel haben wir uns sehr gut verkauft, daran wollen wir anknüpfen", meint Ilper, "aber Frankfurt/Oder verfügt über ein breites Refugium an starken Spielerinnen. Leicht wird das am Sonntag sicher nicht."Die Gäste, die schon heute anreisen, stehen derzeit auf Rang sieben, der fünfte Platz ist aber nur zwei Punkte entfernt. Und dieser Rang wäre im Hinblick auf das Playoff-Viertelfinale eminent wichtig, denn dann würde der FHC dem Spitzentrio Buxtehude, Leipzig und Erfurt aus dem Weg gehen. Punkte werden die Brandenburgerinnen, die im Pokal im Viertelfinale stehen, im Europapokal aber schon ausgeschieden sind, an der Mosel also nicht verschenken. Die FHC-Toptorjägerin Franziska Mietzner befindet sich auf Abschiedstournee, sie wird zur nächsten Saison nach Erfurt wechseln. Ansonsten steht der Kader des FHC schon größtenteils für die nächste Spielzeit - im kompletten Gegensatz zu den Miezen, die wohl erst nach dem letzten Spieltag an Ostern Planungssicherheit haben, wo sie künftig spielen werden. Bis dahin werden sie Frankfurt/Oder aber noch die Daumen drücken, denn der FHC trifft noch auf Triers Abstiegskonkurrent Metzingen. BPMJC Trier (Kader): Flöck, Bocka - Derbach, Jelicic, Cabeza, Schmele, Adeberg, Zelmel, Vallet, Solic, Czanik