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Miezen verschlafen erste Halbzeit bei 27:33-Niederlage komplett

Miezen verschlafen erste Halbzeit bei 27:33-Niederlage komplett

Nach einem lautstarken Weckruf in der Kabine haben sich die Trie rer Handball-Miezen bei ihrem Auswärtsspiel in Bietigheim nach der Pause zwar gefangen, die 27:33-Niederlage konnten sie aber nicht mehr abwenden.

Bietigheim. Jana Arnosova war noch am Tag nach dem Spiel fassungslos: "So eine Halbzeit haben wir bislang noch nie abgeliefert, das war völlig desolat, wir sind in jeder Hinsicht auseinandergenommen worden." Die Co-Trainerin der Trierer Handball-Miezen und Spielertrainerin Cristina Cabeza mussten nicht zum ersten Mal in dieser Saison in der Kabine richtig laut werden. "Wir mussten die Spielerinnen bei der Ehre packen, jede sollte sich Gedanken machen, was sie da abgeliefert hatte", sagte Arnosova zur Pausenansprache.Der Weckruf wirkte, aber der 10:19-Halbzeitrückstand bei Aufsteiger SG Bietigheim war nicht mehr zu egalisieren, auch wenn die Miezen zumindest die zweite Hälfte mit 17:14 gewannen - am Ende stand eine 27:33-Niederlage.Trier steht sich selbst im Weg

Gegen die Schwaben, die am Montag den früheren MJC-Trainer Dago Leukefeld gefeuert hatten, standen sich die Triererinnen in den ersten 30 Minuten selbst im Weg. Die Abwehr war löchrig wie ein Schweizer Käse, im Angriff wurden beste Chancen ausgelassen, der "Rückwärtsgang" wurde viel zu langsam eingelegt. Die Folge war eine Vielzahl von Gegenstoßtreffern, schon beim 6:16 war der Rückstand zweistellig. Da ließ Arnosova auch die verletzungsbedingten Ausfälle von Maria Kroyer und Franziska Garcia-Almendaris nicht gelten.Erst nach dem 13:23 die Partie gelaufen war, begannen die Miezen plötzlich Handball zu spielen. Natalie Adeberg glänzte mit insgesamt sieben Treffern, Spielertrainerin Cabeza sorgte für mehr Tempo im Angriff - und vor allem Nachwuchsspielerin Katrin Irsch nutzte ihre Chancen. "Sie hat trotz fehlender Erfahrung kühlen Kopf bewahrt, an ihr konnten sich viele erfahrene Spielerinnen ein Beispiel nehmen", lobte Arnosova die zweifache Torschützin.Die Zeit läuft weg

Zwischenzeitlich, beim 21:27, sah es sogar so aus, als wenn die Miezen noch einmal Oberwasser bekommen könnten, am Ende lief ihnen aber einfach die Zeit weg."So blöd es sich angesichts des Endergebnisses anhören mag, aber wir hatten durchaus eine Chance. Wenn wir in der ersten Hälfte so gespielt hätten wie nach der Pause, wären Punkte möglich gewesen", trauert die Co-Trainerin erneut Zählern nach.Weil Schlusslicht HSG Bensheim/Auerbach zu Hause mit 22:32 gegen Oldenburg verlor, haben die Miezen weiterhin zwei Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz. Nach einer zweiwöchigen Pause geht es für die MJC wieder nach Schwaben, am 2. Februar steht die Partie bei Frisch Auf Göppingen an. BP DJK/MJC Trier: Flöck, Vogt, Kockler - Irsch (2), Sattler (0), Mohr (0), Schneider (6), Czanik (3), Vallet (3), Adeberg (7/2), Pilmayer (1), Derbach (3), Cabeza (2) Beste Torschützen Bietigheim: Covic (8/3), Behnke (6)