Miezen wittern Skandal nach „roter Welle“

Handball : Handball: Miezen wittern Skandal nach „roter Welle“

(BP) Elena Vereschako war  „auf 180“, die Miezen-Trainerin war stinksauer, nicht wegen der unglücklichen 29:30 (13:14)-Niederlage bei der TG Nürtingen, sondern wegen des Schiedsrichtergespanns Thomas Hörath und Timo Hofmann.

„So etwas Arrogantes habe ich noch nicht erlebt, ich war kurz davor, meine Mannschaft vom Feld zu holen.“ Zum Spielabbruch kam es dann nicht, aber. „Unter normalen Umständen hätten wir diese Partie gewonnen. Auch wenn es sportlich für uns um nichts mehr geht, wäre das eine tolle Belohnung für die Spielerinnen gewesen“, sagte Vereschako.

Ihre Mannschaft kassierte zwölf Zeitstrafen und zwei Rote Karten nach je drei Mal zwei Minuten gegen Vesna Tolic und Maja Zrnec. Tolics dritte Zwei-Minuten-Strafe und somit Rot erhielt sie auf der Bank sitzend, weil sie angeblich etwas hereingerufen hatte. Noch heftiger für Trier war die Situation, als Zrnec Rot gesehen hatte, denn innerhalb von nicht einmal einer Minute erhielte Hannah Sattler, Zrnec und Co-Trainerin Sina Eckelt Zeitstrafen – und weil auch Linsey Houben schon auf der Bank saß, stand die MJC mit nur noch zwei Feldspielerinnen und einer Torfrau auf dem Feld. Vereschako: „Es kann nicht sein, das nur die Schiedsrichter im Fokus stehen.“

Von allen Widrigkeiten (Nürtingen erhielt acht Siebenmeter, Trier drei) ließen sich die Miezen nicht schocken, der Zwangsabsteiger bewies bis zum Schluss eine tolle Moral. Gleich zu Beginn lag Trier 1:5 hinten, nach 17 Minuten war beim 8:8 aber der Ausgleich wieder hergestellt. Nach der Pause (14:13) hatte Nürtingen wieder den klar besseren Start, zog auf 19:15 davon. Aber die Miezen kippten die Miezen die Partie und lagen beim 22:21 (47.) sogar erstmals in Front.

Besagte vier Zeitstrafen nutzte Nürtingen dann aus, um die scheinbare Vorentscheidung beim 29:24 (55.) herbeizuführen. Doch die Miezen gaben sich immer noch nicht geschlagen und verkürzten auf 28:29, alles war wieder offen, ehe Verena Breidert mit ihrem achten Siebenmetertor zum 30:28 die Partie endgültig entschied.

Weil Gedern/Nidda 28:25 beim HC Rödertal gewonnen hatte, sind die Miezen nun mit einem Punkt Rückstand auf den Aufsteiger wieder Tabellenletzter.

DJK/MJC Trier: Baranowska, Eckelt - Petrovska, Sattler (1), Ilciukaite (5/1), Houben (6/2), Czanik (1), Tolic, Szabo (4), Zrnec (4), Simon-Varga (8) - Rote Karten nach je ´drei Zeitstrafen: Tolic (35.) und Zrnec (52.) - Beste Werferin Nürtingen: Breidert (10/8)

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