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Mit dem Derby soll sich Kreis schließen

Mit dem Derby soll sich Kreis schließen

Am 28. Dezember 2013 feierten die Trierer Miezen den letzten Heimsieg - gegen die Vulkanladies Koblenz/Weibern. Heute (Anwurf 19.30 Uhr) soll in der Arena gegen den gleichen Gegner das Tor zum Klassenerhalt weit aufgestoßen werden.

Trier. Am vergangenen Sonntag hatten die Vulkanladies noch für die Miezen gespielt, heute sollen sie zum zweiten Mal in dieser Saison besiegt werden. Nachdem die MJC am ersten Abstiegsrunden-Spieltag sensationell mit 24:23 in Bietigheim gewonnen hatte, sorgte der 31:29-Zittersieg von Koblenz/Weibern gegen Schlusslicht Bensheim einen Tag später dafür, dass der Trierer Vorsprung auf den Abstiegsplatz auf vier Punkte anwuchs. Nun wollen beide Seiten im emotionalen Rheinland-Pfalz-Derby nachlegen. "Wir brauchen die Punkte nötiger als Koblenz/Weibern, deswegen sind wir hoffentlich auch motivierter", sagte Miezen-Spielertrainerin Cristina Cabeza. "Wir wollen Wiedergutmachung für die Normalrunden-Niederlage in Trier. Aber an der Mosel dürfen wir uns solche Nachlässigkeiten wie gegen Bensheim nicht erlauben", meint Gästetrainer Christoph Barthel, der Anfang Dezember Ildiko Barna (früher bei den Miezen) abgelöst hatte. In seiner Mannschaft ist heute die Daunerin Caroline Thomas die einzig verbliebene frühere MJC-Spielerin, nachdem Svenja Huber zum Thüringer HC gewechselt ist. Auch die Wittlicherin Marina Kils wird in der Arena nach einer Schulter-Operation nicht auflaufen können, sie fällt den Rest der Saison aus. Somit bleiben aus der Region nur noch Nadja Zimmermann und Lisa Schenk, die früher wie Thomas beim TuS gespielt hatten.Mit 14 Punkten auf dem Konto ist der Drittletzte "eigentlich" gerettet, schließlich liegen die Vulkanladies acht Punkte vor Trier und schon zehn vor Bensheim - bei nur einem Absteiger. "Aber Derbys sind eben anders, da kommen viele Zuschauer aus Koblenz, da wollen die Vulkanladies natürlich auch gewinnen", warnt Cabeza ihre Spielerinnen vor zu viel "Höhenluft" nach dem erfolgreichen Start in die Abstiegsrunde: "Zurücklehnen gilt nicht, rechnen schon gar nicht. Für uns muss gelten: Weiter so, mit zwei Punkten gegen Weibern."Cabeza rechnet damit, dass auch Bensheim noch zu überraschenden Siegen kommen wird: "Mannschaften wie Göppingen, Bietigheim oder Blomberg, für die es um nichts mehr geht, werden nicht mehr alles geben. Für uns und für Bensheim geht es um alles. Also dürfen wir uns nie auf irgendeinem Polster ausruhen."Auf Trierer Seite fehlt weiterhin die Dänin Maria Kroyer nach ihrer Knieverletzung. "Möglicherweise wird sie diese Saison gar nicht mehr auflaufen", sagt Cabeza. Dafür ist - wie schon in Bietigheim - Franziska Garcia-Almendaris wieder mit an Bord, die am vergangenen Samstag ihre eindrucksvolle Serie weiter ausbaute: In nun fünf Spielen im MJC-Trikot gelangen ihr drei Siege. "Franzi ist mit ihrer Erfahrung enorm wichtig für das Team, zudem haben wir dadurch eine weitere Wechseloption, damit andere auch durchschnaufen können", meint die Trainerin, die heute auf "mindestens 2000 Zuschauer" hofft - wie an jenem 28. Dezember, als Koblenz/Weibern im ersten Spiel von Garcia-Almendaris 29:27 besiegt wurde. Somit könnte sich heute auch der Kreis schließen, denn seither sahen die Miezen-Fans in der heimischen Arena keinen Punktgewinn ihrer Mannschaft mehr. BPMJC Trier (Kader): Kockler, Flöck, Vogt - Derbach, Sattler, Pötters, Kordel, Pilmaier, Adeberg, Schneider, Garcia-Almendaris, Irsch, Mohr, Vallet, Cabeza, Czanik