MJC Trier zittert weiter

Trotz des 30:27 (16:11)-Heimsiegs gegen die TSG Obereschbach haben die kleinen Miezen in der 3. Bundesliga den Klassenerhalt noch nicht feiern können. Als Tabellenelfter der Abschlusstabelle müssen sie in die Relegation.

Trier. DJK/MJC Trier II - TSG Obereschbach 30:27 (16:11) Die kleinen Miezen haben ihr Möglichstes getan, aber wurden noch abgefangen: Mit dem 30:27 über die TSG Obereschbach legte die Mannschaft von Trainer Igor Domaschenko vor, musste dann aber kurz nach dem Schlusspfiff vom überraschenden Remis zwischen Kirchhof und dem Abstiegskonkurrenten Fritzlar erfahren, das für die Triererinnen die Verlängerung der ohnehin strapaziösen Saison bedeutet. "Es gab schon einige merkwürdige Ergebnisse in den vergangenen Wochen", meinte MJC-Coach Igor Domaschenko, der den Sieg mit gemischten Gefühlen sieht. Die Mannschaft belegt am Ende Rang elf und muss bereits am kommenden Wochenende in die Relegation gegen die anderen elfplatzierten Drittligisten. "Wir haben eine starke erste Hälfte gespielt, bis zur Pause sogar den Vorsprung auf fünf Treffer ausgebaut. Dank der Unterstützung unserer Fans haben wir eine der besten Halbzeiten der Saison gezeigt", lobte der MJC- Trainer. Ab der 35. Minute folgte ein Bruch im Trierer Spiel. Pech im Abschluss und Trierer Zeitstrafen nutzten die Gäste und glichen erstmals beim 22:22 aus. Die kleinen Miezen führten dann ständig mit einem Tor, hielten das Tempo hoch - und daher zollte der Gast der konditionellen Überlegenheit der kleinen Miezen in den letzten fünf Minuten Tribut. "Wir hatten nur zehn technische Fehler, Katrin Premm hat aus neun Versuchen acht Treffer erzielt, getoppt nur noch von Megane Vallet, der sechs Versuche zu sechs Toren genügten. In der Abwehr bot Eva Lennartz eine starke Partie, Lena Zelmel erzielte erneut wichtige Treffer für uns", lobte der MJC-Trainer. MJC: Bocka und Monz - Premm (8), Vallet (6), Stein (2), Groetzki (2), Schneider (7/4), Zelmel (2), Lennartz, Hahn, Adeberg.Roude Léiw Bascharage - TV Beyeröhde 32:33 (15:15) Wie in der vergangenen Woche musste das Team von Trainer Claude Weinzierl auf die gesperrte Oxana Pal und die verletzte Vero Pimenta verzichten. Zu diesen Ausfällen gesellte sich dann noch unglücklicherweise Jetti Rossy, die sich Anfang der Woche beim Fahrradfahren das linke Handgelenk gebrochen hat. In der ersten Halbzeit spielte Meister Bascharage, der auf die Aufstiegsspiele verzichtet, einen maximalen Vorsprung von drei Toren heraus, doch Beyeröhde ließ sich bis zur Pause (15:15) nicht abhängen. Die zweite Halbzeit war ein Ebenbild der ersten, nur mit dem besseren Ausgang für das Gästeteam. Bascharage setzte sich wieder mit zwei Toren ab, Beyeröhde konterte und hielt dagegen. In der 50. und 52. Minute führten die Gastgeberinnen noch mit drei Toren, doch da fünf Spielerinnen die gesamte Spielzeit durchspielen mussten, ging den Löwinnen immer mehr die Luft aus. Beyeröhde setze zum Schlussspurt an und erzielte kurz vor Spielende das entscheidende 32:33. Die Begegnung war gelaufen, Beyeröhde hatte gesiegt, doch Bascharage konnte den ja bereits vorher feststehenden Meistertitel feiern. Der Roude Léiw beendet die erste Saison in der Staffel West der 3. Liga als Erster, mit vier Punkten Vorsprung vor dem HSV Solingen-Gräfrath und sieben Punkte vor dem PSV Recklinghausen. R.S.Bascharage: Reis und Saftoui - Thees (2), Keves (8/2), Goraj (6), Jakova, Müller, Schröder (2), Welter (4), Janicz (9/4)

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